Chinesen “stürmen” Örebro

Dass Nor­we­ger ger­ne ihren Urlaub in Schwe­den ver­brin­gen, ist klar. Es ist das Nach­bar­land, ins­ge­samt wär­mer als Nor­we­gen und auch deut­lich güns­ti­ger. Aber jetzt ist auch zu lesen: Chi­ne­sen stür­men Örebro.

Öre­b­ro in der schwe­di­schen Pro­vinz Öre­b­ro ist im Nor­den bekannt sei­ner schö­nen Alt­stadt wegen. Und wegen der groß­ar­ti­gen Natur rund­her­um. Im nur 82 Kilo­me­ter ent­fern­ten Natio­nal­park Tive­den zwi­schen den Seen Vänern und Vät­tern kann man gut wan­dern. Er ist mit­un­ter moo­rig und bie­tet daher sel­te­nen Tie­ren idea­le Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Es gibt auch gro­ße Seen dort. Der Rei­sen­de erin­nert sich noch bis heu­te an den hüb­schen Ort Asker­sund und an des­sen beschau­li­chen Segelboothafen.

Aber am liebs­ten erin­nert er sich an zwei sehr mensch­li­che Begeg­nun­gen. Als er mal den Natio­nal­park Tive­den mit dem Rad durch­streif­te und erleb­te, erwisch­te ihn viel Regen, so dass er klatsch­nass ein Café erreich­te. Der Besit­zer reagier­te umge­hend. Er stell­te am Tisch einen Ven­ti­la­tor auf. Dar­an konn­te sich der Bike­pa­cker auf­wär­men und trock­nen. Kaf­fee und Kuchen schmeck­ten daher natür­lich auch sehr gut. Da der Regen nicht auf­hör­te, blieb er meh­re­re Stun­den dort, bis er dann abends auf einer Lich­tung sein Zelt auf­bau­te. Zel­ten ist mit Rad­fah­ren die schöns­te Art, Men­schen und Natur nahe zu kommen.

Gutes Zelt für Regen-und Windzeiten

Wor­auf müs­sen Cam­per beim Kauf eines Zel­tes ach­ten, damit es bei star­kem Regen­fall nicht unan­ge­nehm wird: Der TÜV Süd unter­schei­det drei gän­gi­ge Arten von Cam­ping­zel­ten, wel­che sich in der “Was­ser­säu­le” unter­schei­den. Käu­fer soll­ten sich an der Anga­be der Mil­li­me­ter ori­en­tie­ren. Wer nur an schö­nen Tagen kurz mal unter­wegs ist, kann zu Zel­ten mit einer Was­ser­säu­le von 1500 Mil­li­me­tern grei­fen. Ab 2000 Mil­li­me­ter für Wän­de und Dach sowie 3000 für den Boden ist es taug­lich für feuch­tes und win­di­ges Wet­ter. Wer eher Expe­di­tio­nen mit hohen Ansprü­chen anstrebt, soll­te zu einem Zelt mit einer Was­ser­säu­le von 3000 Mil­li­me­tern für Wän­de und Dach sowie 5000 für den Boden grei­fen. Der Boden soll­te mehr als 15 Zen­ti­me­ter in die Wän­de hoch­ra­gen. Die Näh­te sol­cher Pro­duk­te sind dop­pelt ver­näht und ver­sie­gelt. Das Gestän­ge soll­te bieg­sam sein, um Wind wider­ste­hen zu können.

Zweite schöne Begegnung

Zwei­te Begeg­nung: ein Tref­fen mit einem Fleisch­pro­du­zen­ten in der Gegend. Des­sen Betrieb schau­te er sich dann an. In einer Zei­tung hat­te er zuvor gele­sen, dass die­ser einen Preis wegen der aus­ge­zeich­ne­ten Qua­li­tät erhal­ten hat­te. Ob es im sel­ben Jahr wie beim Besuch des Tive­den Natio­nal­parks war, weiß der Rei­sen­de nicht mehr. Der Chef dach­te wohl, dass er als Rad­fah­rer bestimmt immer hung­rig wäre. Zum Abschied pack­te er ihm eine klei­ne Kühl­ta­sche voll mit eis­ge­kühl­tem Fleisch.

Kein Wun­der, dass Nor­we­gen so ger­ne in die Gegend fah­ren, wenn man dort so gast­freund­lich ist. 741000 Über­nach­tun­gen zählt man aktu­ell in Öre­b­ro. Davon sei­en gut 40 Pro­zent Nor­we­ger. Und über­ra­schend vie­le Chi­ne­sen tau­chen dort auch auf. Gab es 2013 erst noch 700 Über­nach­tun­gen, sei die Zahl der Über­nach­tun­gen rasant auf aktu­ell 14000 gestie­gen, schreibt die Zei­tung Afton­bla­det. Wich­tigs­ter Grund sei­en die bei Asia­ten belieb­ten Rund­rei­sen durch Skan­di­na­vi­en. So erklärt sich also die Schlag­zei­le: Chi­ne­sen stür­men Örebro.

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