Spaniens schönste Dörfer

Du kennst bestimmt auch die Initia­ti­ve in Deutsch­land “Unser Dorf soll schö­ner wer­den”. Wenn sich Dör­fer beson­ders gelun­gen her­aus­put­zen, gibt es Prei­se dafür. Die­se Initia­ti­ve gibt es seit Jah­ren auch schon in Spa­ni­en als “Spa­ni­ens schöns­te Dör­fer”, aber auch in Frank­reich, Bel­gi­en und Ita­li­en. Frank­reich gilt als Quell die­ses Wettbewerbs.

Es exis­tiert sogar ein Ran­king mit den ver­meint­lich schöns­ten Dör­fern, jeden­falls von denen, die an dem Wett­be­werb teil­neh­men. Neu­lich fand der Rei­sen­de in spa­ni­schen Medi­en auch Lis­ten, zu denen er Dir als Hil­fe für die nächs­te Rei­se auf die Ibe­ri­sche Halb­in­sel hier ver­schie­de­ne Links gab. “El Pais” zum Bei­spiel ver­öf­fent­lich­te eine Lis­te mit den 30 schöns­ten Dörfern.

Der “Spie­gel” ver­öf­fent­lich­te kürz­lich auch eine Lis­te mit den 79 schöns­ten Dör­fern. Die Orte sind über das gan­ze Land von Nor­den bis Süden ver­teilt. Die­se Zusam­men­stel­lung basiert auf den Ergeb­nis­sen des spa­ni­schen Wett­be­wer­bes. Wich­tig ist bei der Aus­wahl: Ein­ge­bet­tet in schö­ne Natur müs­sen sie his­to­ri­sches oder archi­tek­to­ni­sches Erbe vor­wei­sen. Und die­ses soll­ten sie auch pfle­gen, damit der Pro­zess nach­hal­tig ist. Die Pfle­ge des­sen wird immer wie­der kon­trol­liert durch Exper­ten. Die Dör­fer zah­len für die Teil­nah­me am Wett­be­werb 600 Euro. Ziel dahin­ter ist es natür­lich, den Tou­ris­mus zu för­dern. Mehr Besu­cher gene­rie­ren mehr Ein­kom­men. Und man tut etwas dafür, dass weni­ger Dör­fer sterben.

Liste einiger schöner Dörfer

Zu der Aus­wahl gehö­ren in der Spie­gel-Lis­te unter anderem:

Setenil de las Bode­gas in Andalusien

Penís­co­la in Valencia

Car­mo­na in Kantabrien

Roda de Isá­be­na in Aragonien

Nijar in Andalusien

San Mar­tin de Tre­ve­jo in der Extremadura

Tazo­nes in Asturien

Vinie­gra de Aba­jo in La Rioja

Vinie­gro de Arri­ba in La Rioja

Potes in Kantabrien

Bager­gue in Katalonien

sowie

Bonil­la de la Sier­ra in Kas­ti­li­en und León. 

Viel Spaß beim Durch­kli­cken von Spa­ni­ens schöns­ten Dör­fern. Auf die­ser Kar­te kannst Du sehen, wo all die­se Orte lie­gen. Und so viel­leicht Dei­ne nächs­te Rei­se nach Spa­ni­en gut vorbereiten.

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Spaniens 30 schönste Dörfer

Bis­her dach­te ich, ich kenn­te jeden Gras­halm in Spa­ni­en. Denn ich bin schon durch vie­le Pro­vin­zen gera­delt. Meis­tens folg­te ich den Jakobs­we­gen, doch auch durch Anda­lu­si­en oder Kata­lo­ni­en bin ich schon viel gekommen.

Und heu­te fin­de ich in groß­ar­ti­gen Zei­tung “El Pais” aus Madrid eine Aus­wahl der 30 schöns­ten Dör­fer Spa­ni­ens. Die Rei­se­re­dak­ti­on hat die­se zusam­men­ge­stellt. Von denen ken­ne ich mit Graz­ale­ma in Anda­lu­si­en und Com­bar­ro in Gali­zi­en gera­de ein­mal zwei.

Gutes Essen in Grazalema

Graz­ale­ma liegt im Bin­nen­land. Ich erin­ne­re mich an die gro­ße Dank­bar­keit eines ehe­ma­li­gen Gast­ar­bei­ters, der sich bei mir für die Groß­her­zig­keit der Deut­schen bedank­te, ihn wäh­rend der Dik­ta­tur Fran­cos auf­ge­nom­men zu haben. Er spen­dier­te mir eine lecke­re Por­ti­on Tapas. Und ich erin­ne­re mich an die klei­nen schwar­zen Schwei­ne auf den Wie­sen, aus denen spä­ter der exqui­si­te ibe­ri­sche Schin­ken pro­du­ziert wird.

Noch fri­scher ist die Erin­ne­rung an Com­bar­ro an der gali­zi­schen Küs­te. Dort war ich im August 2017, als ich erst auf dem por­tu­gie­si­schen, dann gali­zi­schen Jakobs­weg radel­te. Ich ver­brach­te dort den Nach­mit­tag mit einer lie­ben Pil­ge­rin aus Hei­del­berg vor einem Café. Das Meer rausch­te. Die Kuft war warm. Doch mach­te ich auch Bekannt­schaft mit dem kal­ten Was­ser, das mit 15 Grad doch recht erfri­schend ist. Bei 25 bis 30 Grad Luft­tem­pe­ra­tur und so erheb­li­cher Dif­fe­renz kos­te­te es mich dort mehr Über­win­dung als ins Polar­meer zu stei­gen und mich dar­in zu waschen. Auf dem Lofot waren es gera­de ein­mal fünf bis sie­ben Grad Unter­schied. In Gali­zi­en fließt kal­tes Was­ser aus den Ber­gen in die Buch­ten. Davon pro­fi­tie­ren vor allem die berühm­ten Muschel­fi­scher. Deren Kul­tu­ren brau­chen kal­tes Was­ser, um zu gedei­hen. Je mehr Mus­kel­fleisch die Tie­re anset­zen, des­to grö­ßer ist der Gewinn.

Daher freue ich mich schon dar­auf, in den kom­men­den Jah­ren alle ande­ren Dör­fer auch zu durch­strei­fen und zu erle­ben. Denn Dör­fer sind oft inter­es­san­ter als Städ­te, da ich in ihnen die meis­ten Men­schen ken­nen ler­ne, sie traum­haft in die oft stil­le Land­schaft ein­ge­bet­tet sind und sie vie­le Schät­ze bereit hal­ten. Spa­ni­ens 30 schöns­te Dör­fer — es lohnt sich, den Arti­kel zu lesen.

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