Ewiger Streit um den Affenfelsen

Gibral­tar — von allen Orten in Anda­lu­si­en fin­de ich die­sen beson­ders span­nend. Des­halb besuch­te ich die Stadt auf dem Affen­fel­sen auch schon zwei­mal auf mei­nen Rad­rei­sen in Spanien.

Mich zog als His­to­ri­ker natür­lich in ers­ter Linie an, dass der Ort eine Kolo­nie am Ran­de Euro­pas ist. Wo gibt es eine Mög­lich­keit, sich so unkom­pli­ziert anzu­se­hen, wie die Men­schen dort mit die­sem Sta­tus umgehen.

Woh­nen soll­te man am bes­ten im spa­ni­schen Vor­ort La Linea, weil es dort deut­lich güns­ti­ger ist als in Gibral­tar. Zur Besich­ti­gung muss jeder erst über die Gren­ze laufen.

In die­sen Tagen ist der Grenz­über­gang noch unkom­pli­ziert, doch wie wird es bei einem Brexit? Es gab schon ein­mal eine Zeit, an die sich die Älte­ren auf Gibral­tar nur ungern erin­nern. Durch einen hef­ti­gen Streit mit Spa­ni­en über den künf­ti­gen Sta­tus der Kolo­nie schlos­sen die Spa­ni­er in den 1980er Jah­ren die Gren­ze. Wenn jemand her­ein woll­te, ging das nur über Boo­te. Für ein­zel­ne mag das noch irgend­wie lös­bar sein. Aber die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung zu leis­ten, ist schwie­rig. Aus Marok­ko kam Hil­fe. Es gab schon län­ger Ver­bin­dun­gen nach Casa­blan­ca, aber die­se wur­de jetzt inten­si­viert. Auch über die Flug­zeu­ge lief die Ver­sor­gung, von der man heu­te noch etwas mit­be­kommt. Bis heu­te flam­men immer wie­der Strei­tig­kei­ten zwi­schen Spa­ni­en und Eng­land auf.

Denn hin­ter der Gren­ze liegt der Flug­ha­fen, bes­ser: Ring klei­nes Roll­feld. Es ist schon kuri­os, an einer Ampel ste­hen zu blei­ben, zu war­ten, bis ein Flug­zeug gelan­det ist, dann erst über das Roll­feld gehen zu dür­fen im Pulk ande­rer Ankömm­lin­ge. All dies erlebt man schon in den ers­ten Minu­ten nach der Ankunft, wes­halb sich da schon ein Besuch lohnt.

Was hin­ge­gen ein Repor­ter der eng­li­schen Zei­tung “Tele­graph” in Anda­lu­si­en erlebt hat, könnt ihr hier nachlesen.

Erleb­nis­se in der Alpujarra

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Mehr als Partys und Sonne

Bal­ler­mann? Strän­de? Mal­lor­ca hat auch Höh­len zur Besich­ti­gung anzu­bie­ten, die ich nicht ent­deck­te, als ich dort ein­mal die Insel umra­del­te. Mal­lor­ca hat­te ich lan­ge vor mir her­ge­scho­ben und erst ein­mal mir inter­es­san­ter erschei­nen­de Zie­le in Spa­ni­en auserkoren.

Anda­lu­si­en fand ich wegen des mau­ri­schen Erbes span­nen­der und besuch­te lie­ber Gra­na­da, Cór­do­ba, Sevil­la und Ron­da. Und natür­lich dem groß­ar­ti­gen Dich­ter Gar­cia Lor­ca hul­di­gen, der im Bür­ger­krieg von Geg­nern der Repu­blik erschos­sen wur­de. Gibral­tar woll­te ich lie­ber sehen, um mein Wis­sen aus dem Geschichts­stu­di­um über die Kolo­nie zu verlebendigen.

Doch dann kam ich auch nach Mal­lor­ca und war posi­tiv über­rascht, wie begeis­tert die Ein­hei­mi­schen selbst dort mit dem Renn­rad fah­ren, dass es dort auch längst nicht so über­lau­fen war bis auf die Hot­spots. Aller­dings war ich dort vor Ostern, was ich nur emp­feh­len kann.

Denn die Men­schen sind deut­lich ent­spann­ter. Der Inha­ber eines Hotels in Pal­ma führ­te mich dem­entspre­chend mit dem Rad durch die Gegend, in einem ande­ren in Port de Sól­ler hör­te ich tol­le spa­ni­sche Musik. Am nächs­ten Mor­gen über­gab mir eine Mit­ar­bei­te­rin eine Kopie der CD.

Wer mehr über die Höh­len erfah­ren will, soll­te hier weiterlesen:

Höh­len auf Mallorca

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