Filmtipp: Die Natur kehrt zurück

Film­tipp: “Die Natur kehrt zurück — Rena­tu­rie­rung in Euro­pa”. Die­se Doku gefällt dem Rei­sen­den ziem­lich gut. Er sah ihn schon live am ver­gan­ge­nen Sonn­abend. Daher kann er die anste­hen­de Wie­der­ho­lung wärms­tens emp­feh­len. Bio­lo­gen ver­lei­hen dem­nach Groß­tie­ren offen­bar einen neu­en Stel­len­wert, weil sie viel mehr die Natur pfle­gen als bis­her gedacht. Eine inter­es­san­te Erkenn­tis, damit man wirk­lich sagen kann: Die Natur kehrt zurück.

Zur Über­ra­schung von Durch­strei­fen & Erle­ben besuch­te der Autor im Film auch die “Faia Bra­va” im Nord­os­ten Por­tu­gals. Als der Rei­sen­de die Ser­ra da Est­re­la durch­streif­te und erleb­te, radel­te er für eini­ge Tage etwas wei­ter nörd­lich davon in der Umge­bung des his­to­ri­schen Dor­fes Cas­te­lo Rodri­go. Er lern­te dort den Bio­lo­gen Antó­nio und des­sen Frau ken­nen. Eini­ge Stun­den des Auf­ent­hal­tes waren für den Besuch des pri­va­ten Natur­re­ser­va­tes ein­ge­plant. Antó­nio zeigt ihm ers­te Resul­ta­te des erfolg­rei­chen Pro­jek­tes, bäu­er­li­ches Brach­land für die Natur ver­füg­bar zu machen. Gemein­sam mit ande­ren Bio­lo­gen und frei­wil­li­gen Hel­fern pflanz­te er zum Bei­spiel Bäu­me und grub Tümpel.

Geier und Frösche vermehren sich

In Zen­tral­por­tu­gal in der Nähe des Rio Côa ver­meh­ren sich jetzt Greif­vö­gel wie Gei­er. Die­se wur­den natür­lich dort anfäng­lich aus­ge­setzt. Aber auch Amphi­bi­en wie Frö­sche und Rep­ti­li­en wie Eidech­sen neh­men an Zahl zu. Figuei­ra de Cas­te­lo Rodri­go ist jetzt um eine Attrak­ti­on rei­cher. Neben­her sor­gen bio­lo­gi­sche Pro­duk­te wie Honig und Oli­ven für wich­ti­ge Ein­nah­men, um das Pro­jekt zu finan­zie­ren. Denn auch Zäu­ne wur­den gezo­gen und wer­den ver­scho­ben, damit wild leben­de Pfer­de dort punk­tu­ell das Gras kurz hal­ten. Ein guter Schutz vor Feuer!

Daher dreh­te nicht nur arte, son­dern auch der Rei­sen­de einen You-Tube-Bei­trag über die Exkur­si­on mit Antó­ni­os Jeep. Vor allem betör­te ihn dort das Gefühl, sich auf­grund der Far­ben und Gerü­che in Afri­ka auf­zu­hal­ten. Wäh­rend des Son­nen­un­ter­gangs ver­wan­del­te sich die Faia in eine Step­pe. Die Bäu­me nah­men der­ar­ti­ge Gestal­ten an. Gril­len zirp­ten im Gras. Und das Qua­ken der Frö­sche ver­wan­del­te sich in einen Gesang. Sie kom­mu­ni­zier­ten sogar mit dem Bio­lo­gen und sei­nem Beglei­ter. Antó­nio gilt seit­dem für ihn als Frosch­flüs­te­rer. Wohin der Film­tipp “Die Natur kehrt zurück” so füh­ren kann.

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Afrikanische Nacht mit dem Froschflüsterer am Canyon

So ähn­lich wie Tomás, Held in Yann Mar­tels her­vor­ra­gen­dem Roman „Die hohen Ber­ge Por­tu­gals“, fühl­te ich mich auch, bevor ich mich mit dem Moun­tain­bike auf eine drei­wö­chi­ge Rei­se durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge bege­ben soll­te. „Du fährst nicht durch Afri­ka.“ Oder „Du wirst in Gegen­den kom­men, die noch nie ein Auto gese­hen haben“. Und: „Die hohen Ber­ge Por­tu­gals waren die letz­te Bas­ti­on des ibe­ri­schen Nas­horns, bevor es von der Moder­ne über­rollt wor­den ist.“

Ich durch­quer­te zwar schon die Pyre­nä­en mit dem Rad auf dem Jakobs­weg, ken­ne fast jeden Gras­halm zwi­schen Flens­burg und Nar­vik. Aber ich war noch nie drei Wochen mit dem Rad nur in einem Gebir­ge unter­wegs gewe­sen, noch dazu mit vol­lem Gepäck. Ich fürch­te­te mich vor stei­len Anstie­gen, vor Ein­sam­keit, vor dem Ver­durs­ten. „Dort gibt es nichts. Dort ist Pam­pa.“ Doch ein­sa­me Gegen­den rei­zen mich immer; außer­dem ist es ein Vor­ur­teil, dass es dort „nichts gibt“. In Lapp­land ist immer „etwas los“.

Faia Brava Blick in den Canyon des Rio Coa 2

Wo einst Bau­ern Scha­fe und Zie­gen wei­den lie­ßen, ver­meh­ren sich jetzt in einer Mac­chia mit einem 200 Meter tie­fen Can­yon Adler, Gei­er und Schlan­gen, Wild­pfer­de und Auer­och­sen in der Nähe des Rio Dou­ro im por­tu­gie­si­schen Gebir­ge. Ein Natur­schutz­ver­ein hat dort das ers­te pri­va­te Natur­re­ser­vat Por­tu­gals gegrün­det. Bio­lo­gen pflan­zen Bäu­me gegen die Boden­ero­si­on und legen Tüm­pel an, in denen Frö­sche mun­ter quaken.

Durch­strei­fen und erle­ben Sie eini­ge Minu­ten mit mir den Canyon!

Mit dem Frosch­flüs­te­rer am Canyon

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