Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Spanienfahrer und Biologen: Um welche Bäume handelt es sich hier? Ich sehe die öfter auf meiner Strecke zwischen Porto und Finisterre. Ein Bauer ist gerade nicht zu sehen, den ich fragen könnte.

José, der Mountainbiker begleitete mich ein Stück durch die Berge, klärte mich auf: Eukalyptus. Vor einem Jahr brannte es heftig. Die Bergbewohner mußten evakuiert werden. Ähnlich wie bei dem verheerenden Brand bei Coimbra vor einigen Wochen. Zum Glück gab es keine Todesopfer.

Dicke Blockhauswände speichern gut Wärme

In Schweden verwenden die Zimmerleute fast ausschließlich alte nordische Kiefer. Das Holz muss über 100 Jahre langsam gewachsen sein, zu erkennen an eng beieinander liegenden Jahresringen. Diese Qualität erreicht ein Waldbesitzer, wenn die Bäume eng beieinander stehen und der Boden mager ist. Dann schießt der Baum nicht in die Höhe, sondern bildet durch langsames Wachsen gutes Kernholz. Von der Dicke der Stämme profitiert der Bauherr. Denn alte dicke Stämme erzielen einen besseren Dämmwert als junge und dünne Stämme. Dicke Blockhauswände speichern gut Wärme und das auf natürliche Weise.

Wenn die Wände im Sommer die kühle Nachttemperatur während der heißen Tagesstunden abstrahlen, funktioniert das im Winter andersherum. Je dicker der Stamm, desto besser kann er speichern. Wenn die arbeitsaufwändigen und verhältnismäßig teuren Außenwände fertig sind, ist die meiste Arbeit am Blockhaus schon getan. Dach und Fußboden sind dann nur noch Routinesache.

33e Gränsfors Axtmuseum Blick auf die Karte mit den Fundorten der Äxte
Axtmuseum in Gränsfors

Die Präzisionsarbeit der Zimmerleute verlangt zwischen den Balken und der Eckverbindung zusätzliche Dichtungen aus Flachs, denn Flachs kann sich zusammenziehen und ausdehnen, das heißt, gegen das Holz arbeiten. Flachs aus dem traditionellen Leinenanbau in Nordschweden gewonnen, wird vorher mit einer Chemikalie behandelt, damit er nicht brennt. Zudem liegt der Anspruch eines schwedischen Zimmermanns darin, eine fugenlose Verbindung zwischen den Balken herzustellen. Lennart Bälter vom Siljansee benutzt zum Abmessen einen professionellen Blockhauszirkel. Gewaltige Schläge auf den Balken mit einem schweren Holzhammer helfen auf den letzten Millimetern, den Balken passend in die Vertiefung zu klopfen. Blockwände werden beim Schrumpfen des Holzes nicht undicht, weil jede Fuge vom Gewicht der darüber liegenden Balkenlagen und des Daches zusammengedrückt wird. Nadelholz ist relativ weich, das macht es für den Blockhausbau geeignet. Ein gut gebautes Blockhaus setzt sich und wird so mit den Jahren immer dichter.


Ende der Serie

Zum ersten Teil des Blog-Beitrages

Dieser Text wurde unter anderem auch im Handelsblatt und im Magazin Blockhome veröffentlicht.

Größter Trüffelproduzent der Welt

Die meisten Pilzsammler laufen im Herbst durch die Wälder, um die oberirdischen schirmchenförmigen so genannten Pilze zu suchen. Biologisch handelt es sich aber nur um die schirmförmigen Teile der Pilze, die oberirdisch wachsen und Sporen bilden. Sie sind die Sporenträger. Von diesen gehen neue feinste Pilzschläuche aus, aus denen das Myzel gebildet wird. Im Gegensatz zu diesen „normalen“ Pilzen haben die Trüffeln keine oberirdischen Vermehrungsorgane. Die knollenförmigen Gebilde, die als Trüffeln gegessen werden, entsprechen biologisch den Pilzschirmen. Pilzzüchter entnehmen ihnen die Sporen und impfen damit Baumwurzeln, um eine Trüffelzucht anzulegen.

Spanien Trüffel Okt 2010 Navaleno Restaurant 1

Dies ist bereits in großem Umfang geschehen: Catesa Arotz, der größte Trüffelproduzent der Welt, gehört dem spanischen Nahrungsmittelkonzern Ebro, Puleva. Der deutsche Nudelhersteller Birkel gehört auch dazu. 600 Hektar umfasst sein mit über 150.000 Bäumen bepflanztes Gelände nahe Navaleno. Zum Vergleich: In der Provinz von Soria gibt es ungefähr 1.500 Hektar Land, auf denen Trüffeln kultiviert werden. „400 Menschen sind in der Branche in Spanien beschäftigt“, sagt Carlos Fresneda, Präsident der Asociación Provincial de Truficultores. In der Provinz von Soria seien es 40. Die meisten Betriebe sind jedoch kleine Einmann-Unternehmen mit einer Größe von vier Hektar, in großen mit zehn bis zwanzig Hektar beschäftigt der Unternehmer drei bis fünf Arbeiter. Die Zahl der Arbeitskräfte variiert, je nachdem, ob geerntet oder auch noch zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Auf der Arotz-Finca arbeiten dagegen zehn, also die doppelte bis dreifache Anzahl; wenn gepflanzt wird sogar bis zu dreißig Arbeitskräfte. Es verwundert, dass eine solche Farm Besuchern gezeigt wird, da man sonst Trüffelanbau nicht sehr stark propagiert. Viele ältere Trüffelbauern befürchten, dass Image ihres Berufes könne darunter leiden und so könnten mittelfristig die Preise verdorben werden; sie meinen, die heutige Möglichkeit der Zucht solle besser geheim gehalten werden. Doch das ist gar nicht nötig: Die Nachfrage nach Trüffeln übersteigt das Angebot.


Fortsetzung folgt.

Finca Arotz

Urlaub zur Karnevalszeit in Spanien?