Urlaubslektüre: Triumph des Winters & des Frühlings

Werk des Begründers des portugiesischen Nationaltheaters ab sofort im Buchhandel

Ich präsentiere stolz meine neueste Übersetzung aus dem Portugiesischen: Es ist das schönste Werk des Dramatikers Gil Vicente, dem Begründer des portugiesischen Nationaltheaters. Poetisch, lebendig und ei toller Blick in das Denken der Menschen vor 500 Jahren. Ab sofort im Buchhandel und online.

ISBN 978-3-7529-62604

Fasziniert schaut der Theaterbesucher durchs Brennglas Gil Vicentes (1465-1536) auf eine ihm fremde Welt der Renaissance. Er hört stolze Worte des Winters über seine Macht, zittert ums Leben von Seefahrern zwischen Brasilien und Moçambique, lacht übers satirische Gesprächs des Winters mit einem Hirten über die Liebe. Verzückt lauscht er poetischen Worten des Frühlings mit der Serra da Sintra, zwei ineinander verliebte Freunde, der nach der kalten Jahreszeit Ruhe in Portugal einziehen lässt.

Der Zuschauer meint, Don Quijote antraben zu hören. Der Welt der Ritter folgt bereits das Zeitalter der Eroberer, Seefahrer und Kaufleute in einer globalen Welt. Die Menschen stehen vor Herausforderungen, denen sie nicht immer gewachsen sind, dessen sie sich aber nicht bewusst sind. Ein Meisterstück Vicentes, des Begründers des portugiesischen Nationaltheaters, das auf heutigen Bühnen einen Auftritt verdient hat.

Im Frühling nach Valls und ins Kloster Ripolles

Neulich berichtete ich von meinen politischen Erfahrungen während meines Katalanisch-Studiums an der Universitat de Barcelona. In der Zeit reiste ich auch viel ins Umland.

Da ich im Café der Universität relativ schnell Freunde gefunden hatte, brauchte ich keinen Reiseführer. Viel besseren Zugang erhielt ich durch äußerst unternehmungslustige Leute, die mir gerne die Perlen in der Umgebung zeigten. Nicht wenige kamen aus den Kleinstädten in der Umgebung.

Bis heute erinnere ich mich immer noch freudig an das Frühlingsfest in Valls. Mit der Bahn reisten wir im Februar an.

Bei unserer Ankunft im Dorfzentrum roch es schon verführerisch lecker nach Essen. Denn auf verschiedenen Grills bereiteten die Bewohner Frühlingszwiebeln zu, große Knollen mit langen Blättern. Für einen sehr günstigen Preis gab es Weißbrot und eine kleine Flasche Wein. Im Dorfzentrum war ein langes Bankett aufgebaut, an dem alle mit ihrem Essen Platz nahmen. Meine Finger wurden beim Auspacken des Essens aus der Alufolie rußig.

Später ließen wir uns auf einem Feld nieder. Ich erinnere mich noch, dass ich als einziger noch schmunzelnd mit T-Shirt herumlief, während die Katalanen schon Mäntel und sogar Handschuhe trugen. Für sie wurde es schon kühl, während es für mich schon sommerliche Temperaturen waren.

Gestern dachte ich auch daran, als ich Johannes Thingnes Bø beim Biathlon in Kanada ungerührt am Schießstand sah, während der Konkurrenz so langsam „Ohrlapperl“ (O-Ton Vanessa Hinz) und Finger erstarrten. Selbst innerhalb Europas haben wir schon eine völlig unterschiedliche Empfindlichkeit bei Temperaturen. Als Norweger ist er natürlich an solche Kälte gewöhnt.

Die Zeitung „La Vanguardia“ aus Barcelona empfiehlt im Umland der Stadt einen Ausflug nach Ripolles. Dort bin ich natürlich auch gewesen, denn das Kloster ist eine absolute Sehenswürdigkeit, nicht zuletzt die schöne Lage in den Bergen. An den Fotos der Zeitung könnt ihr auch erkennen, dass dort im Winter sogar Schnee liegt, ihr also Ski fahren könnt. Auch Katalanen fahren Ski, auch wenn sie beim Biathlon komischerweise nicht antreten. Im Winter sind vor Wochenenden Gruppen mit Skier zu sehen, die auf den Bus warten. Viele fahren dann nach Andorra.

Ausflug nach Ripolles