Neu aufgelegt: Aarhus-Kalender im Handel

Sie suchen ein Geschenk fürs kommende Jahr? Für Architektur-Begeisterte? Oder für begeisterte Dänemark-Urlauber? Als Give-away für Kunden? Dann ist der neu aufgelegte Aarhus-Kalender für Dich genau richtig. Er ist im Handel und online verfügbat.

In der Kulturhauptstadt Aarhus liegt der Umbruch von der Industrie- zur Wissensgesellschaft radikal offen. Zunächst öffnet die an der Ostküste Jütlands liegende Stadt den Fluss. Seitdem pulsiert das Leben im Latinerviertel. Dann gestaltet sie eine neue Fluss-Promenade. Links und rechts davon liegen Dom, Galerien und Butiken. Dazu gesellen sich gut erhaltene historische Häuser und schöne Plätze zum Entspannen. An der Aarhusbucht selbst erheben sich Meisterwerke der besten dänischen Architekten. Neues verbindet sich im Zentrum mit Altem. In 13 faszinierenden Bildern wird die Stimmung auf den Punkt gebracht.

Architekturfans kommen mit dem nun im Handel erwerbbaren neuen Aarhus-Kalender auf ihre Kosten. Ich habe ihn zusammen mit dem Calvendo-Verlag auf den Weg gebracht. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen – also je nach Bedürfnis.

Urlaub wie im Zucker

Als ich gerade auf „Geo“ erfuhr, dass es jetzt einen 45 Meter hohen Aussichtsturm namens Treetop Tower in Haslev mit einer weiten Rundumaussicht gibt, erinnerte ich mich an eine schöne Zeit in meiner Kindheit. Auf der Insel Seeland war ich oft in den Sommerferien mit meiner Familie. Auf Bäume geklettert sind wir dort zwar nicht. Aber empfehlen kann ich die Gegend auf jeden Fall. Gerade Familien mit kleinen Kindern bieten sich dort schöne Möglichkeiten. Die Fahrt von Deutschland aus ist nicht so weit. Und wo findet man so nah wie in Dänemark ein Ferienhaus mit großem Garten?

Am meisten gefielenuns die Orte Gilleleje und Tisvildeleje. Es ist ruhig dort und dieStrände sind dort schnell zu erreichen. Mitten in den Dünen ließenwir uns nieder, so dass wir doch recht windgeschützt waren. Mitmeinen Geschwistern bauten wir am Wasser Burgen und Kaufmannsläden,verbuddelten uns gegenseitig. Wir handelten mit Einheimischen umMuscheln, schöne Steine und angeschwemmtes Treibgut wie Taue. Derweiße Sand fließt wie Zucker durch die Finger und sonnenheiß aufdie nackte Haut. Spielen lernen Kinder also auf jeden Fall. Geangelthaben wir natürlich auch dort. Seehecht und Dorsch mit Wattwürmern,die man in den Dörfern kaufen konnte.

Gelegentlich suchtenwir auch von dort aus bei kühlem Wetter das Glaswerk Holmegaard auf,das ganz nah am neuen Baumwipfelpfad liegt – in Naestved. Dort gabes schöne mundgeblasene Gläser im skandinavischen Stil, also keinMainstream für die Spülmaschine, wie sie leider die meisten kaufen.Daher leiden auch viele gute Glas- und Porzellanmanufakturen wieFürstenberg im Weserbergland. Man muss sich nur anschauen, wie wenigdie Antiquare in „Bares für Rares“ bereit sind, in prächtigesMeißener Porzellan zu investieren. Wer ein schönes Wein- oderBierglas haben wollte, musste schon im mittel- bis hochpreisigenBereich einsteigen. Der ist bis heute erhalten geblieben, doch dieForm hat sich bei den meisten schon verändert.

Mein Bierglas (www.holmegaard.com/shop/products/drinking-glasses/beer-glass/p-506/charlotte-amalie-beer-glass-clear-30-cl) finde ich aber nach wie vor am Schönsten. Ebenso dieses Weinglas: www.holmegaard.com/shop/products/wine-glasses/red-wine-glass/p-502/charlotte-amalie-red-wine-glass-clear-23-cl. Auch ältere Formen, wohl die Bestseller, wurden beibehalten wie ein Bierglas aus den 1970er Jahren. Nach wie vor kosten die Gläser mit gut 30 Euro recht viel.

Beide Gläser kosten zwar um die 30 Euro. Es lohnt sich aber auch, da der Geschmack doch ein anderer ist. Die anderen Produkte sind an den allgemeinen Geschmack angepasst, was wohl daran liegt, dass Holmegaard von Rosendahl Design Group übernommen wurde. Eine Reise nach Seeland lohnt sich also.

Infos der Zeitschrift Geo über den Baumwipfelpfad findest Du hier: http://www.geo.de/reisen/reiseziele/21261-bstr-dieser-neue-baumwipfelpfad-ist-ein-echtes-schmuckstueck/267568-img-.

Im Eisberg zuhause

Der „Eisberg“ mit elf teils spitzen, teils flachen Gipfeln ist eine der exklusivsten Wohnanlagen der Welt. Derartig gewagte Architektur für eine Anlage mit 208 Wohnungen gibt es nur in Aarhus, der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2017. Schneeweiß steht „Isbjerget“ an der Wasserkante der Aarhusbucht im neuen Stadtteil Aarhus Ø. Geplant hat ihn ein dänischer Architekt mit dem sprechenden Namen Mikkel Frost vom Architektenbüro Cebra.

 

Aarhus, Stadt des Lächelns

heißt mein neuer Kulturreiseführer. Im November erscheint er auf dem deutschsprachigen Markt, bevor das Festjahr der europäischen Kulturhauptstadt 2017 beginnt. Ihnen eröffnet sich die Chance, Ihr Unternehmen im einzigen deutschsprachigen Reiseführer über Aarhus zu vermarkten.

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Der Reiseführer informiert in Reportagen auf ungefähr 100 Seiten über

  • neue und alte Architektur wie Dokk 1, Isbjerget, Micro Manhattan und die Domkirke

  • die Gastronomie der Stadt: empfehlenswerte Cafés und Restaurants

  • die Kultur wie das Museum ARoS und Galerien

  • die Geschichte der Stadt von der Wikingerzeit bis in die Moderne

  • Shopping-Möglichkeiten in der Innenstadt wie DesignerZoo

Ihre Vorteile:

  • die günstigste Möglichkeit, für das Kulturjahr eine Werbeanzeige auf dem deutschsprachigen Markt zu schalten und/oder Ihre Adresse in einem Infokasten erwähnt zu bekommen

  • zielgerichtet: Es kaufen nur die Touristen den Reiseführer, die nach Aarhus reisen wollen

  • es lädt Touristen ein, Ihr Unternehmen zu besuchen, bei Ihnen zu kaufen oder zu buchen

  • Journalisten greifen auf das Werk zu, um Aarhus optimal vorbereitet zu besuchen und vielleicht auch über Ihr Unternehmen zu berichten. Ich schicke im November Rezensionsexemplare an führende Zeitungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Transparente Kosten:

  • 20 Euro auf einer Viertelseite, 30 Euro auf einer halben und 40 Euro auf einer ganzen Seite

  • 10 Euro für die Aufführung Ihrer Adresse im Infokasten

  • fair: Gezahlt wird pro verkauftem Buch. Denn der Führer wird print-on-demand beim epubli-Verlag, einer Tochter der Holtzbrinck-Verlagsgruppe verkauft. In der Regel erfolgt der Verkauf beim Verlag und online auf .

  • Sie erhalten vor dem Druck ein PDF zur Kontrolle der Farben und Ihrer Daten.

  • abgerechnet wird pro Quartal

Abend im Grazer Lendviertel

Ist Friseurhandwerk Design?

Nach einem Tag Rundgang bietet es sich an, den Abend im Grazer Lendviertel zu verbringen. Dies liegt nah an der Murinsel. Besucher können sich leicht einem Rundgang anschließen, den die jungen Kreativen hier gelegentlich anbieten. Dabei handelt es sich um eine Umgestaltung des ehemaligen Rotlichtviertels. Doch von Reeperbahn-Atmosphäre ist nur wenig zu sehen.

Hier verkauft Iris Kastner in ihrem Geschäft „kwirl“ Designgegenstände, Geschenke und Souvenirs. 2008 hat sie ihr Geschäft gegründet. Gerade versilbern sie und eine Mitarbeiterin Karpfenschuppen. Diese will sie am nächsten Morgen an einem Aktionsstand als Glücksbringer verkaufen. „Dies ist ein osteuropäischer Brauch. Es ist für uns ein kleiner Anfang, eigene Produkte herzustellen und zu verkaufen“, erklärt sie. Werde die Schuppe in ein Portemonnaie gelegt, gehe dem Besitzer nie das Geld aus. Doch nicht nur sie stellt eigenes her. Auch andere Designer können bei ihr Produkte verkaufen.

Endlich gibt es den im CIS-Magazin abgebildeten Friseursalon Die Haarschneiderei zu sehen. Bei ihm kamen dem Reisenden Zweifel am Konzept der Bewerbung auf. Denn Friseurhandwerk ist im engeren Sinne kein Design. Kultstatus hatte bislang nur der Brite Vidal Sassoon. Dessen Frisuren der Jahre 1964 bis 1966 schrieben ein Stück Gestaltungs-Geschichte. Damit war erstmals ein Friseur nicht allein der Star seines Faches. Er war kurzfristig auch ernst zunehmender Protagonist der gestalterisch-künstlerischen Avantgarde.

Friseure hatten es von alters her schwer, ernst genommen zu werden. Und wenn sich die TV-Prominenz mit einem Besuch bei Udo Walz schmückt, der einen Salon auf dem Traumschiff hat, steht Frisieren im Mittelpunkt sowie die Verwöhnung einer liquiden Kundschaft. Aber als neuerungswillig kann man sie kaum bezeichnen. Der Salon erinnert an die 50er Jahre. Er ist eingerichtet mit alten Foto-Porträts an den Wänden, einer alten Tischlampe und einer Pinnwand. Auf der sind zu einer Collage angeordnete Seiten aus alten Modemagazinen fixiert.

Inhaber Jakob Esslinger ist selbst ein Kunstwerk: Seine Arme sind tätowiert. Auf seiner Website kann sich jeder selbst einen Eindruck von diesem Sammelsurium machen. Als Kontrast dazu stechen auf dem Lendplatz elegant gestaltete Holzbänke neben einem schönen Brunnen ins Auge, mal nicht Lattenholzbänke, die sonst auf der ganzen Welt zu sehen sind. „Ältere Menschen freuen sich übers warme Holz“, berichtet Sabine Prammer von Creative Industries of Styria.

Sechs Kilo Maronen am Lagerfeuer

Nach der Führung durchs Stadtviertel treffen sich Kreative aus allen Bereichen mit anderen Bewohnern. Sie rösten auf einem Gehweg selbst gesammelte sechs Kilo Maronen. Am Feuer werden die Ereignisse des Tages besprochen. Dabei laufen Ausschnitte von Live-Konzerten auf einer Leinwand. Nach und nach kommen weitere junge Menschen hinzu wie ein Architekt, der nach dem Studium in Wien in sein Heimatviertel zurückgekehrt ist. Hier wird also zwischen Privatem und Öffentlichem vermittelt. Die Menschen treten aus der Privatheit heraus. Sie netzwerken nicht nur über Chaträume. Sie finden einander auch in einem öffentlich zugänglichen Raum, dem Lendviertel.

Der oft erfolgende Rückgriff auf vergangene Stilepochen, Moden, Lebensformen kann Ausdruck eines Wunsches sein, vergangene glücklichere Zeiten wieder zu erwecken, zurückzuholen. Das Nostalgische kann eine Flucht aus der bedrückenden Gegenwart sein, eine Erscheinung in Epochen großer Umwälzungen. Das Zurückträumen kann zum einen das Aushalten der Gegenwart erträglicher machen. Zum anderen kann es auch Ungenügen an ihr wachhalten. Es kann zum Erhalten befähigen, aber auch zum Verändern motivieren.

Pensionopolis existiert nicht mehr. Auf dem Grundriss von Pensionopolis ist eine lebendige, von vielfältigen Schichten und Strömungen beherrschte moderne Stadt entstanden. Dies wird in jedem Viertel auf seine Weise sichtbar. Der Abend im Lendviertel rundet diesen Eindruck ab.


Ende der Serie

Den Anfang findest Du hier.

Im Harrods von Graz

Doch beim Durchblättern des von der Grazer Agentur „Creative Industries of Styria“ (CIS) konzipierten Magazins „Wir bewerben uns“ ist es erstaunlich, dass Graz den Titel errungen hat, weil man sich fragt, ob einige der 350 abgebildeten Objekte eigentlich den Ansprüchen modernen Designs genügen, zum Beispiel Bilder aus Friseursalons, Modeläden und Museen. Viele dieser Objekte scheinen austauschbar zu sein. Wurde nicht mit 1,5 Millionen Euro zu viel aufs Spiel gesetzt, um einen Titel zu erringen, den kaum jemand kennt? Trotz allem kann jeder auf einem eintägigen Rundgang durchs Stadtzentrum selbst feststellen, warum Graz diesen Titel errungen hat.

Kaum ein Grazbesucher wird das Kaufhaus Kastner & Öhler nicht in seinen Stadtrundgang aufnehmen. Tourismussprecherin Margot Bachbauer bezeichnet es als das Harrods von Graz. Nach einigen Minuten kommt Martin Wäg, Geschäftsführer des traditionellen Kaufhauses. Er erzählt, dass der 1913 errichtete Eingangsbereich, der historische Lichthof auf vier Stockwerken, erst im vergangenen Oktober originalgetreu wiederhergestellt worden sei. Alte goldfarbene Stuckarbeiten wären so gut wie nicht mehr vorhanden gewesen.

Anstelle der alten Lichtkuppel gebe es jetzt ein fünftes Stockwerk und darauf eine Dachterrasse mit Außen- und Innenbereich. Diesen Dienst am Kunden könne sich das Kaufhaus leisten. Die Kunden fühlten sich durch die Jugendstilelemente an früher erinnert. Er sagt eben das, was ein Geschäftsführer so sagen muss. Endlich geht es auf die Rolltreppe. Dabei unterhält er sich mit Sabine Prammer, CIS-Mitarbeiterin, die den Besuch des Kaufhauses vorgeschlagen hat. Die Kinder beider sind in dieselbe Klasse gegangen. Und vor kurzem hat Martin Wäg seine Tante im Kaufhaus getroffen.


Fortsetzung folgt.

Kann Grazer Design integrieren?

Nachdem die Stadt in den Rang einer Kulturhauptstadt erhoben wurde, war sie öffentlich kaum wahrzunehmen. Dann aber hatte sie sich im Regierungsprogramm 2008 vorgenommen, „den Stellenwert der Kreativität und der Kreativwirtschaft noch weiter auszubauen“. Seitdem sie Designstadt ist, muss sie zeigen, dass sie in der Lage ist, ästhetische Produkte herzustellen. Ebenso Dienstleistungen anzubieten, die Menschen und deren Umwelt bereichern und zur kulturellen Vielfalt beitragen, im Grunde für die ganze Menschheit. So wird Design verkürzt definiert. Allerdings kann man kritisch fragen: Kann das Grazer Design wirklich innerhalb der modernen Stadtgesellschaft integrieren?

Graz-Lendviertel-Designbänke-aus-Holz

Wie erfahren Arme und Wohlhabende, Singles, Paare, Kinderlose und Familien ihre Stadt? Kann das zur Schau gestellte Design Solidarität und Toleranz stiften? Geht es auf Wünsche ein, ungestört von Nachbarn, Verkehr, fremden Geräuschen und Einflüssen zu leben? Oder werden hier nur klassische Stadträume gepflegt, erneuert und neuen Bedürfnissen angepasst? Somit also ein Themenpark Innenstadt für ausgewählte soziale Gruppen aufgebaut und damit das bereits bestehende Sozialgefüge gefestigt? Wie steht es also ums Integrieren in die Grazer Stadtgesellschaft?

Fortsetzung folgt.


Graz ist City of Design

Den Rang als Kulturhauptstadt hat Graz schon im Jahre 2003 nachgewiesen. Damit steht die Stadt dafür, den Reichtum, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa herauszustellen und ein besseres Verständnis der Bürger Europas füreinander zu ermöglichen. Dies ist die Voraussetzung für den Titel. Danach hat die Stadt den nächsten Titel errungen: Sie ist erste österreichische City of Design, aufgenommen ins internationale Netzwerk der Creative Cities.

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Dachterrasse des Kaufhauses Kastner & Öhler. Oben: Blick über die Altstadt.

Die UNESCO erwartet dafür eine lebendige Designbranche, eine Kulturlandschaft mit starken Impulsen im Bereich Design und moderner Architektur, ein charakteristisches „Stadt-Design“, moderne Design-Ausbildungsstätten sowie Kreative und Gestalter, die lokal und international tätig sind. Gefordert wird ein Stadt-Design mit integrierten Ausbildungsstätten sowie kreativen und gestalterischen Impulsen, also eine Kulturlandschaft mit moderner Formgebung in allen Bereichen einschließlich der Architektur. Bisher prämierte Städte sind Berlin, Buenos Aires, Montréal, Kobe, Nagoya, Shenzhen, Shanghai, Seoul und St. Etienne.

Fortsetzung folgt.