Sonnenblumen lachen auf Erden

Sonnenblumen lachen auf Erden – auch in Corona-Zeiten. Ein Münsterländer Bauer erfreut Rennradfahrer wie mich während der sportlichen Touren. Er hat einen sicher 50 Meter langen Streifen entlang seines Maisfeldes angelegt. An den Blüten laben sich jetzt die Insekten. Kleine Tiere finden sicher dort auch Unterschlupf. Und davor wachsen ja auch noch weitere Blumen.

Was ich allerdings traurig finde, ist, dass Blühstreifen, die ich im vergangenen Jahr entdeckte wie etwa am Horstmarer Landweg in Münster wieder verschwunden sind. Wahrscheinlich können sich Arten, die im letzten Sommer dort eine Heimat gefunden haben, heute schon nicht mehr halten.

Oder?

Heute, 9. August, fand ich auf derselben Strecke durch die Bauerschaft Roxel einen weiteren schönen Blühstreifen. Ihn scheint die Wärme an einem der heißesten Tage des Jahres, nicht zu beeindrucken. Dafür aber den Esel, der erstmals seitdem ich dort fahre nach Gesellschaft suchte. Und die Landjugend, die ein Planschbecken für erschöpfte Teilnehmer ihrer Fahrad-Rallye bereitstellte.

Habt ihr auch schöne Blühstreifen in eurer Region? Dann her mit euren Fotos. Ich stelle sie gerne hier dazu, um der Natur eine Stimme zu geben und damit mehr sagen können: Sonnenblumen lachen auf Erden.

Blühstreifen für Insekten

Gerade entdeckt: Blühstreifen für Insekten.

Die Nachrichten über das Insektensterben erschrecken immer wieder. Und das Münsterland zu durchstreifen und zu erleben ist in manchen Gegenden doch ziemlich monoton angesichts riesiger Maisfelder und fehlender Streuobstwiesen. Radwanderer, die sich beispielsweise auf den Spuren der Annette von Droste-Hülshoff befinden oder Wasserburgen erkunden, vermissen oft lebendige Natur.

Aber am Horstmarer Landweg zum Beispiel sich jetzt etwas:

Ackerrandstreifen mit Blumen
Blühstreifen für Insekten

Bauer Jochen Wernsmann hat einen 300 Meter langen und sechs Meter breiten Randstreifen seines Ackers für Buchweizen, Koriander und Malven freigegeben, damit zum Beispiel Schmetterlinge, Bienen dort Nahrung finden.

Auch Pfähle mit kleinen Löchern wurden in den Boden gerammt, in denen Insekten Unterschlupf finden können.

Jedoch sind Blühstreifen wie dieser nicht nur am Horstmarer Landweg, sondern auch an anderen Stellen in Münster, im Münsterland und Recklinghausen zu sehen. Federführend für das Projekt sind die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband. Auch der NABU Deutschland setzt sich dafür ein. So wird die Monotonie der Felder im Münsterland aufgebrochen, so dass Radwandern und Wandern mehr Freude bereiten.

Her mit mehr Blühstreifen für Insekten.