Sind Meere zu sehr Wirtschaftsraum?

Eine gute Zusammenfassung liefert dieser dpa-Artikel über den Zustand von Nord- und Ostsee. Trotz wesentlicher Fortschritte gebe es aber noch viel zu tun, meinen Forscher.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-rostock-biologe-nord-und-ostsee-sind-mehr-als-ein-wirtschaftsraum-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200210-99-847933

Genug Stoff für „Hollywood“

115 Kilometer auf dem Rad zum Nationalpark Eifel

115 Kilometer, fast 1000 Höhenmeter: Von Bonn aus ist der Nationalpark Eifel noch ganz gut mit dem Rad zu erreichen. Die Strecke besticht durch Burgen wie in Mechernich und Satzvey, den von Nettersheim nach Köln führenden Römerkanal, die Katzensteine, die vor 15000 Jahren Menschen der Steinzeit als Heim dienten. Auch die Kakushöhle bei Eisenfey wurde von Steinzeitmenschen genutzt. Sie bietet noch heute sogar 50 Menschen Platz. Vielleicht macht man sich in Eisenfey Hoffnungen auf die Ankunft eines Regisseurs aus Hollywood, der den Stoff um die beiden Riesen verfilmen will. Ein bisschen sieht es hier so aus.

Wir hatten die Kondition für solch eine Strecke über Wochen hinweg mit einigen harten Bergetappen kontinuierlich aufgebaut, so dass wir selbst die neunprozentigen Steigungen sowie Schotterstrecken gut bewältigten. Relativ locker fuhren wir nach Bonn zurück. Die Luft ging uns nicht dabei aus. Am kommenden Wochenende folgen wir wahrscheinlich dem Verlauf der Agger. Diese entspringt in Meinerzhagen und fließt gut 85 Kilometer nach Lohmar. Dort mündet sie in die Erft.

Hundeleben in der Serra da Estrela

Bisher habe ich noch nie ein Hundebild gebracht. Ein Katzenbild schon. Das ist gut 1,5 Jahre her, als ich auf dem Jakobsweg in Galizien radelte. Eine junge Katze besuchte mich, neugierig auf den Gast in der Pension.

Jetzt reiche ich einen kleinen Hund nach, den ich beim Radeln durchs portugiesische Hochgebirge traf.

Ich arbeite seit einigen Tagen die Bilder der Radwanderung auf. Das Tier lebt auf einem Hof in einem Tal der Serra da Estrela: in der Nähe des Dorfes Cabeça. Sein treuherziger Blick fesselte mich sofort. Weiß jemand, um welche Rasse es sich handelt?

Radeln unter dem aus dem Meer steigenden Himmel

Mein Artikel über den Vélodyssée jetzt in den „Badischen Neuesten Nachrichten“

Der Radwanderweg „La Vélodyssée“ ist 1200 Kilometer lang, durchquert die Bretagne und führt am Atlantik entlang bis zur baskischen Küste. Ein Teilstück beginnt südlich der Loire in St. Nazaire und führt über Noirmoutier nach Bretignolles sur mer. Da die Strecke flach ist, eignet sie sich gut für Einsteiger ins Radwandern. Der Weg lässt sich gut binnen einer Woche inklusive An- und Abreise bewältigen.

Die „Badischen Neuesten Nachrichten“ aus Karlsruhe veröffentlichten jetzt meinen Reiseartikel über diese schöne Strecke. Viel Freude beim Anschauen!

Bemerkenswert

Im Reiche der Eidechsen und Schmetterlinge

Auf dem Moselsteig von Karden nach Moselkern

Mediterranes Lebensgefühl vor der Haustür: Wer das mag, sollte den Moselsteig von Karden nach Moselkern ausprobieren. Am vergangenen Sonntag wagten wir uns auf die Strecke. Zunächst geht es flach durch Karden, wo sich eine Besichtigung des „Doms“ lohnt, vor dem der Heilige Castor steht.

Dann wird einem beim Aufstieg einiges abverlangt, denn es geht drei Kilometer fast nur bergauf. Dafür entschädigen das dschungelartige Grün dickblättriger Gewächse und viele Schmetterlinge. Meistens sind es Kohlweißlinge; einmal flatterte auch ein Tagpfauenauge an uns vorbei. Sogar eine Eidechse entdeckten wir, was so oft nicht auf unseren mittlerweile recht vielen Wanderungen an der Ahr, auf dem Rheinsteig und an der Mosel vorkommt.

Mit voller Konzentration führt der Weg dann ein Stück herab. Die Seile am Rand waren eine große Hilfe beim Klettern, um nicht allzu hart mit den Füßen aufzutreffen und die Knie zu entlasten.

Der Passionsweg auf den Müdener Berg ist dagegen ein Klacks. Es geht nur leicht bergauf. Am Wegesrand stehen Stelen mit Bildern der Passion Christi. Oben erwartet die Wanderer eine aus Naturstein gemauerte Kapelle.

Durch Felder und Busch führt der Weg schließlich zur Burg Eltz. Wir waren nicht die einzigen, die das aus dem 12. Jahrhundert stammende Bauwerk bewundern wollten. Viele Besucher waren auf dieselbe Idee gekommen. Der Parkplatz war entsprechend voll. Aber da eine Anreise mit dem Auto langweilig ist, empfehle ich jedem diese Wanderung. Start und Ziel sind mit der Bahn zu erreichen.




Neu im Buchhandel: Schwank der Dienstboten

Dramatiker Gil Vicente wirft bezeichnendes Licht auf den Lissaboner Königshof

Gil Vicente
Schwank der Dienstboten

Neu im Buchhandel: Schwank der Dienstboten. In einer Zeit, in der Portugals Handel aufblüht, lebt ein Adeliger am königlichen Hof auf großem Fuße. Er beschäftigt Angestellte, gibt kostspielige Arbeiten in Auftrag, kann diese aber nicht bezahlen und leistet daher hohle Versprechungen. Allerdings sind seine „Dienstboten“ naiv, denn diese machen trotzdem ihre eigenen Rechnungen auf.

Steht Portugal vor einer Revolution?

Ich habe das Theaterstück jetzt erstmals ins Deutsche übersetzt. An diesem 1527 verfassten Theaterstück schätze ich, dass die Sprache frisch ist. Man merkt deutlich, dass es ein ganz eigenes Werk des berühmten Renaissance-Dichters Gil Vicente ist, er offenbar nicht vorher vom Adel oder Klerus instruiert wurde, welche Botschaft dem Zuschauer im Theater übermittelt werden sollte. Neu im Buchhandel: Schwank der Dienstboten.

Nun im Handel: Ermahnung zum Krieg

Renaissancedichter Gil Vicente schrieb 1513 Tragikomödie über Portugals Eroberungen

Anno domini 1513: Portugal hat Brasilien entdeckt und steht jetzt vor der Eroberung Nordafrikas. Ein Nekromant, also einer, der die Toten erwecken kann, zwingt in Ermahnung zum Krieg Teufel dazu, ihm die Helden des klassischen Altertums zu bringen. Portugal braucht starke Anführer im Krieg. Doch wie wird dieser Krieg enden? Nun im Handel: „Ermahnung zum Krieg“ – Originaltitel „Exortação da Guerra“.

Der Renaissance-Dichter Gil Vicente schrieb ein zeitloses Drama, in dem er Adel und Bürgertum zur Eroberung aufruft. Aber gleichzeitig warnt der Dichter vor Übermut und mahnt zu Zurückhaltung. Manch heutige Großmacht, aber auch ehemalige Diktatoren, dürfen sich angesprochen fühlen. Das Drama „Ermahnung zum Krieg“ wurde 1513 in Lissabon vor König Manuel I. uraufgeführt. Vicente gilt als Begründer des portugiesischen Theaters. Er gehört mit dem Theaterstück „Das Höllenschiff“- im Original „Auto das Barcas do Inferno“ zu den Poeten, die es in den Rang der Weltliteratur geschafft haben. Nun im Handel: „Ermahnung zum Krieg“ – Originaltitel „Exortação da Guerra“.

Mehr Infos unter https://durchstreifen-erleben.com/uebersetzungen/