Neues revolutionäres Drama: Serra da Estrela

Ein neues revolutionäres Drama „Schäferliche Tragikomödie der Serra da Estrela“ gibt es ab jetzt im Buchhandel! Das Renaissance-Stück habe ich aus dem Portugiesischen übersetzt. Es ist eines der schönsten Stücke Gil Vicentes, des Begründers des portugiesischen Theaters. Der wohl am königlichen Hof arbeitende Poet gilt mit dem Drama „Das Höllenschiff“ als Dichter der Weltliteratur.

Ist es Vicente, der in der „Schäferlichen Tragikomödie über die Serra da Estrela“ „Tragicomédia pastoril da Serra da Estrela“) eine Aura heiliger Berge aufbaut? Sein Drama dürfte das älteste aller über Gebirge erschienenen Werke sein. Es erscheint 1527, gut 35 Jahre, nachdem Amerika entdeckt wurde. Portugal hat schon gemeinsam mit Spanien im Vertrag von Tordesillas die Welt in zwei Machtsphären geteilt. Es besitzt Brasilien und Stützpunkte im Orient, wo es mit Arabern handelt.

Das Drama ist einem neuen Königspaar und einer Prinzessin gewidmet. Mit der Prinzessin sind Hoffnungen verbunden. Diese drückt das in der Tracht einer Schäferin auftretende Gebirge aus: Es wird als neuer Stern betrachtet. Die Estrela und die in ihr lebenden Hirten huldigen den Regenten mit Produkten des Gebirges: mit feinem Käse und guter Milch. Sie wollen zudem Adlerfedern, Felle, Schafe, Lämmer, Kühe und Gold mitbringen.

Gil Vicente verfasste ein frühes Stände-Drama. Die Menschen vertreten Gedanken der Aufklärung. Sie sprechen schon wie in der Epoche der Empfindsamkeit. Weit vor Shakespeare, Lessing und Goethe! Denn der Mensch tritt in der Epoche der Renaissance ins Zentrum des Interesses. Gefühle sind erlaubt. Aber Standesgrenzen gelten strikt.

Bist Du Regisseur im Theater? Oder für Fernsehfilme? Oder Hörspielmacher? Dann greife zu, Bestelle ein neues revolutionäres Drama: Serra da Estrela. Online oder im Buchhandel.

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