Königlicher Urlaub an der Playa de los Bikinis

San­tan­der, die Haupt­stadt Kantabri­ens, scheint Urlau­bern eine gute Mischung aus Strand­ur­laub, Kunst­ge­nuss und guter Gas­tro­no­mie zu bie­ten. Das por­tu­gie­si­sche Maga­zin „Saba­do“ hat jetzt die Stadt im Nor­den Spa­ni­ens ent­deckt. Als ich mal die Stadt auf dem Küs­ten­weg erreich­te, fie­len mir nur ein lan­ger Strand auf und die Kunst der Kell­ne­rin, Apfel­wein aus einer weit über dem Glas gehal­te­nen Fla­sche ein­zu­schen­ken. Die Archi­tek­tur erschien mir nicht so anspre­chend, dass ich ger­ne län­ger in der Stadt geblie­ben wäre. Ich war aller­dings auch mehr auf schö­ne Land­schaf­ten und Erleb­nis­se auf dem Jakobs­weg erpicht, bevor ich mei­nen Rei­se­stil änder­te, mich mehr für Leu­te als Land interessierte. 

Der Autor des Saba­do stellt San­tan­der „als lang gezo­ge­nen neun Kilo­me­ter lan­gen Arm vor“, der zum Meer wei­se. Vom Flug­ha­fen kom­mend, fällt ihm auf, dass es hier eine indus­tri­el­le Zone mit einem Hafen gibt. Gegen­über der Mari­ne rei­hen sich Stra­ßen­ca­fés auf dem Paseo de Pere­da und der Cal­le Cas­telar anein­an­der. Er selbst muss die kom­plet­te Stadt mit dem Taxi durch­que­ren, da er sich im Urlaubs­vier­tel El Sar­di­ne­ro mit Land­häu­sern und Vil­len nie­der­las­sen will. Dort gibt es immer­hin Busch, der anzeigt, dass er sich am Stadt­rand befin­det. El Sar­di­ne­ro erscheint ihm als enor­mes Urlaubs­res­sort. Dort gebe es Hotels im Stil der Bel­le Épo­que und ein gro­ßes Casi­no. Dies hän­ge damit zusam­men, dass König Alfons XIII. von Spa­ni­en hier sei­ne Som­mer­re­si­denz errich­tet habe. Die­se soll er zwi­schen 1913 und 1930 mehr­fach auf­ge­sucht haben. Auf der Halb­in­sel La Mag­da­le­na sei ein homo­ny­mer Palast zwi­schen 1908 und 1912 errich­tet wor­den. Die Insel beschreibt er als Anhang von Erde und Grün, mit Gär­ten und Fel­sen. Dar­aus rage mit dem Faro de La Cer­da ein bedeu­ten­der Leucht­turm her­vor. Dort gibt es auch die von der Bucht der Halb­in­sel abge­wand­te Playa de los Biki­nis. Man mun­ke­le, dort sei zum ers­ten Mal in Kantabri­en eine Frau im Biki­ni gese­hen wor­den. Die­se sei eine der hüb­schen und nicht über­lau­fe­nen Strän­den, die aller­dings schon zu Spa­zier­gän­gen zwin­gen wür­den. Die meis­ten besuch­ten die nur 100 Meter von San­tan­der ent­fern­te Pri­me­ra Playa. Es gebe auch ande­re hüb­sche­re Strän­de, die nicht über­lau­fen sei­en, aber die­se zwän­gen zu klei­nen Spaziergängen.

Neben Nah­erho­lung bie­te die Stadt Kul­tur in einem mit dem Pritz­ker-Preis aus­ge­zeich­ne­ten Muse­um. Im Cen­tro Botín wür­den mehr als tau­send Wer­ke prä­sen­tiert von her­vor­ra­gen­den Künst­lern wie Rubens, El Gre­co, Picas­so und Miró. Unter den Kro­nen der Bäu­me der Jar­di­nes de Pere­da ver­steckt lie­ge das vom ita­lie­ni­schen Archi­tek­ten Ren­zo Pia­no gestal­te­te Haus. Die­ser habe auch nicht weni­ger bedeu­ten­de Gebäu­de wie das Cent­re Pom­pi­dou in Paris oder das Whit­ney Muse­um ame­ri­ka­ni­scher Kunst in New York gestal­tet. Die Errich­tung habe fünf Jah­re gedau­ert, sei 2014 unter­bro­chen wor­den, was dem Tod Emi­lio Botins geschul­det gewe­sen sei, Prä­si­dent der San­tan­der Bank seit 1986. Die Stif­tung der San­tan­der habe das Muse­um finanziert.

In den Stra­ßen des Zen­trums fühlt sich der Ver­fas­ser tat­säch­lich wie in der Baixa lis­boeta. Dort stößt er auf die Kathe­dra­le, erbaut im 12. und 14. Jahr­hun­dert im goti­schen Stil. Ein gro­ßer Brand von 1941 habe fast das gan­ze Zen­trum der Stadt zer­stört, wovon auch die Kathe­dra­le betrof­fen gewe­sen sei. Das war also einer der Grün­de dafür, dass ich die Stadt nicht als so ein­la­dend emp­fand, da ihr his­to­risch gewach­se­ne Struk­tu­ren feh­len. Neben dem Besuch der Kir­che emp­fiehlt er, auch der bezau­bern­den Pla­za Pom­bo mit dem his­to­ri­schen unter Arka­den ver­steck­ten Café do Pom­bo einen Besuch abzu­stat­ten. Nur zwei Minu­ten davon ent­fernt lie­ge der Markt von San­tan­der mit regio­na­len Käse­sor­ten, Fisch, Mee­res­früch­ten und Oli­ven. Dies recht­fer­ti­ge eine Run­de inner­halb des Hau­ses, in dem auch Cafés und Bode­gas zu fin­den seien.

Die bes­ten Bars fand er zwi­schen der Cal­le Sta. Lucia und dem Paseo de Pere­da. Einen Tisch drin­nen oder auf dem Fuß­weg zu erhal­ten, kön­ne kom­pli­ziert sein. Aber dies gli­chen drau­ßen reich­lich vor­han­de­ne hohe Tische aus, wo man das Trink­glas abstel­len und Tapas fut­tern kön­ne. Her­auf­ge­hend zur Cal­le Casi­mi­ro Sainz bis zum Kreis­ver­kehr Glo­rie­ta de Sol kom­me man zu einem ande­ren Kreis­ver­kehr: zum Tetuán. Auch dort gebe es Knei­pen und Mee­res­früch­te­re­stau­rants. Aller­dings höre man dort kei­ne Musik. Die Lich­ter sei­en stark, nichts sei so cool wie zuvor am Paseo. Ver­schwitz­te und zän­ki­sche Ange­stell­te ser­vier­ten den köst­li­chen Mee­res­fisch von Kantabri­en. Das Restau­rant Marucho sei eine Refe­renz in der Cal­le de Tetuán. Aber offen­bar hat es dem Ver­fas­ser hier nicht so gefal­len wie zuvor.

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