Camping in europäischen Metropolen

Immer wie­der fra­gen Cam­per in den sozia­len Medi­en nach guten Plät­zen in Spa­ni­en, Schwe­den, Frank­reich und so fort. Der “Kurier” in Wien hat jetzt das Bedürf­nis vie­ler Leser auf­ge­grif­fen und emp­fiehlt Cam­ping­plät­ze in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Metro­po­len. Ihnen gemein­sam ist eine akzep­ta­ble Ent­fer­nung zur jewei­li­gen Innen­stadt und eine gute Anbin­dung an den ÖPNV.

Die Lis­te für Dei­ne nächs­ten Trips fin­dest Du hier:

Cam­ping­plät­ze euro­päi­scher Metropolen

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Zwischen Schlangen und Maränen auf einem Floß über den See schippern — Sommerferien in Finnland

Finn­land — an die­sem Land hän­gen vie­le vie­le Erin­ne­run­gen. Schon als Jugend­li­cher war ich dort eini­ge Male in den Ferien.

Wir mie­te­ten öfter in der Nähe von Mikke­li und Lap­pe­en­ran­ta Som­mer­häu­ser an Seen mit Sau­na und Boot. Mein älte­rer Bru­der, ein hand­werk­li­ches Genie, bau­te dort in einem Som­mer ein Floß mit Segel aus her­um­lie­gen­den Stäm­men und Kanis­tern, mit dem wir dann auf dem See her­um­schip­per­ten. Er zau­ber­te in jedem Som­mer etwas Schö­nes für uns alle.

Mit mei­nem jün­ge­ren Bru­der und mei­nem Vater ruder­te ich dort jeden Som­mer oft vie­le Kilo­me­ter über die Seen, um zu angeln. In den Seen gab es Hech­te ohne Ende; in kla­ren Gewäs­sern ab einer Grö­ße von 80 Zen­ti­me­tern immer noch einer der bes­ten Spei­se­fi­sche für mich und im Back­ofen leicht zuzu­be­rei­ten. Sehr ger­ne hät­ten wir auch Marä­nen gefan­gen, ein klei­ner Lachs­fisch, den die Bau­ern hier aber in Net­zen fin­gen und nicht mit der Angel. Ein Bau­er brach­te uns in einem Som­mer mal einen fri­schen Fang, der sehr mundete.

Tie­re gab es außer Fischen in gro­ßen Men­gen und Viel­zahl in der Umge­bung. Rund um ein Som­mer­haus, das wir bis heu­te “Jagd­haus” nen­nen, schlän­gel­ten sich sehr vie­le schwar­ze Schlan­gen, die mir so dick wie Fah­r­ad­schläu­che vor­ka­men. Sie sonn­ten sich auf den Forst­we­gen, schlie­fen unter dem auf Pfäh­len ste­hen­den Haus, wan­den sich an uns vor­bei zum Moor­see, wo man­che offen­bar auf Jagd gin­gen. Sie schwam­men auch mit uns im Was­ser. Nicht nur ein­mal sah ich ein Tier mit hoch erho­be­nen Kopf über der Oberfläche.

Auch Elche gab es zu sehen, wenn sie abends zur Fut­ter­su­che auf die Lich­tun­gen tra­ten. Eine schö­ne Zeit, die ich mir manch­mal bei Tou­ren durch die nor­di­schen Län­der wie­der­ho­le. Die Tie­re ken­nen Rad­fah­rer nicht und daher kann man ihnen oft recht nahe kom­men, um sie zu beob­ach­ten. Und die Luft ist im Nor­den so gut, dass ich auf den Seen leicht über hun­der­te von Metern nach­ver­fol­gen konn­te, wo ein ent­ge­gen­kom­men­der Rau­cher so über­all auf dem See gewe­sen war. Gin­gen wir ein­kau­fen, wur­de mir oft in den Geschäf­ten übel, weil dar­in die Luft so schlecht war. Wer fast nur in Deutsch­land lebt, kriegt gar nicht mit, wie schlecht die Luft hier riecht oder das Was­ser schmeckt. Man ist ein­fach nichts ande­res gewohnt. Trin­ke mal Was­ser aus einer Quel­le im Nor­den und du wirst mer­ken, wie herr­lich frisch und teil­wei­se sogar süß das Was­ser schme­cken kann. Mir zeig­te mal ein Same in Nord­schwe­den solch eine Quel­le, aus der er sich selbst öfter mal einen Vor­rat abschöpfte.

Was hin­ge­gen ein Autor der Schwei­zer “Sonn­tags­zei­tung” wäh­rend sei­nes Auf­ent­halts in der Umge­bung von Rova­nie­mi erlebt hat, kannst Du hier nachlesen.

Elche machen sich rar

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Durch Portugal von Norden nach Süden

Scha­de. Gera­de habe ich mich auf einen schö­nen Arti­kel in der “Neu­en Zür­cher Zei­tung” übers Rad­wan­dern durch Por­tu­gal von Nor­den nach Süden gefreut; die­ser Text ist auch so ange­teast. Der Autor scheint zwei Wochen lang von Cha­ves nach Faro gera­delt zu sein. Doch nach dem Tea­ser steht gar nichts mehr übers Rad­fah­ren drin. Das ist ziem­lich schwach. Denn die NZZ ver­säumt es, die gro­ße Rad­rei­se-Gemein­schaft als Leser­schaft für sich zu gewinnen.

Im Gro­ßen und Gan­zen ist der Text schon in sich stim­mig, was der Ver­fas­ser über Por­tu­gal schreibt, meis­tens über Men­schen in den Bars und Tou­ris­mus-Mit­ar­bei­ter. Dies ver­knüpft er mit Fak­ten, die täg­lich über Migra­ti­on und Indus­trie in den Medi­en ste­hen. Eher wür­de der Inhalt daher in den Wirt­schafts­teil pas­sen. Ich fra­ge mich, ob er wirk­lich die kom­plet­te Stre­cke gefah­ren ist.

Doch als Rad­fah­rer inter­es­sie­ren mich land­schaft­li­che Rei­ze für gute Fotos, Beson­der­hei­ten zum Besich­ti­gen, Sicher­heit und Ver­kehr, schwie­ri­ge Stei­gun­gen, Stra­ßen­be­lag, Men­ta­li­tät der Bewoh­ner, ob sie hel­fen, wenn man Was­ser braucht oder eine Pan­ne hat.

All dies macht eine Rad­rei­se aus. Por­tu­gal hat viel zu bie­ten, wenn man dort radelt. Ein star­kes Man­ko aller­dings: die Mit­nah­me von Rädern im ÖPNV. Ich ken­ne nur zwei Stre­cken, wo dies mög­lich ist. Por­to ent­lang des Rio Dou­ro und Faro in Rich­tung Vila Real de San­to Antó­nio. Was das Radeln in Zen­tral-Por­tu­gal aus­macht, beschrei­be ich in mei­nem Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer über die Ser­ra da Est­re­la im Nord­os­ten des Lan­des. Man muss ohne­hin nicht die gan­ze Stre­cke in Por­tu­gal von Nor­den nach Süden fah­ren. Weni­ger ist oft mehr, weil man die Land­schaft und ihre Bewoh­ner in einer Regi­on bes­ser ken­nen lernt.

Fort­set­zung folgt.

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Urlaub an den Orten der Sehnsucht

Es gibt vie­le Orte auf der Welt, die einen klang­vol­len Namen tra­gen, die man daher unbe­dingt wenigs­tens ein­mal im Leben gese­hen haben muss. Für mich waren es als Jugend­li­cher Nor­der­ney und Mons­chau, spä­ter gesell­ten sich Sehn­suchts­or­te wie Biar­ritz, Sant­ia­go de Com­pos­te­la, die Ave­nue des Champs-Ély­sées oder Pont Neuf dazu.

Nach Nor­der­ney woll­te ich immer mit dem Rad radeln, weil sich für mich der Name so rich­tig schön nach hohem Nor­den anhör­te. Noch dazu eine Insel in der wil­den Nord­see mit viel Sand und hohen Wel­len. Es erschien mir als Her­an­wach­sen­dem schon als eine ganz schön wei­te Stre­cke, von Müns­ter aus dort­hin zu strampeln.

Mons­chau hin­ge­gen erschien mir immer als ver­wun­schen, wahr­schein­lich auch wegen des ‑sch- dar­in. Fotos zeig­ten immer viel Wald, Ber­ge, Flüs­se, eben das, was die Eifel so zu bie­ten hat. Mei­ne Mit­schü­ler waren dort auf Klas­sen­fahrt, aber ich war damals krank, wes­halb mir Hel­len­thal und Mons­chau vor­ent­hal­ten blie­ben. Ich war sehr trau­rig, nicht mit ins Schul­land­heim mitzudürfen.

Da ich mir immer sehr ger­ne Land­kar­ten ansah und abzeich­ne­te, gedank­lich auch oft mit deut­schen Fuß­ball­ver­ei­nen durch Euro­pa reis­te, Lite­ra­tur las, roman­ti­sche Fil­me ansah, erwei­ter­te sich mein Ent­de­cker­drang zuse­hends. Die Welt umra­deln woll­te ich oder wenigs­tens durch Euro­pa fah­ren, um mir See­bä­der, Pil­ger­or­te, den Glanz der gro­ßen wei­ten Welt anschauen.

Biar­ritz war dann tat­säch­lich der ers­te Ort, an dem ich die Sehn­sucht stil­len konn­te, kam dann tat­säch­lich auf einer mei­ner ers­ten Rad­rei­sen auf dem berühm­ten Jakobs­weg dort an. Ich hat­te mir immer tol­le Sand­strän­de vor­ge­stellt, einen Ort mit gemüt­li­chen fran­zö­si­schen Cafés, schö­ner Musik, war dann aber ziem­lich ent­täuscht über die­ses lang­wei­li­ge See­bad. Und beson­ders toll fand ich den Strand jetzt auch nicht.

Die Seen und Strän­de Däne­marks und Schwe­dens fand ich wesent­lich schö­ner, den hei­ßen Zucker­sand durch die Fin­ger glei­ten zu las­sen, die geheim­nis­vol­len Fische in Banyu­les-sur-mer oder Pala­mos auf der Fahrt mit dem Leis­tungs­kurs beim Tau­chen zu beob­ach­ten. Nor­der­ney habe ich übri­gens bis heu­te noch nicht gesehen.

Wie ergeht es Dir an dei­nen Sehnsuchtsorten?

Was hin­ge­gen eine Autorin der öster­rei­chi­schen Zei­tung “Die Pres­se” am Sehn­suchts­ort Can­nes erleb­te, kannst du hier nachlesen.

Sehn­suchts­ort Cannes

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Mit Nachtzügen auf Reisen

In mei­nem Leben bin ich zwei­mal mit einem Nacht­zug gefah­ren. Das ers­te Mal fuhr ich mit einem mei­ner Brü­der von Müns­ter nach Karl­stad in Värm­land. Wir waren Jugend­li­che, es war daher auf­re­gend. Erst­mals auf wei­ter Fahrt, noch dazu über Nacht. Ich erin­ne­re mich, wie mein Bru­der mich ver­äp­pel­te. Ich war tat­säch­lich pein­lich berührt, als ich, kaum auf der Toi­let­te, eine bar­sche Durch­sa­ge auf Schwe­disch hör­te, die ich kaum ver­stand. Der Zug stand gera­de auf einem Bahnhof.

Nach der Rück­kehr frag­te ich mei­nen Bru­der, was gesagt wor­den sei. “Er hat gesagt, wäh­rend des Auf­ent­halts auf einem Bahn­hof ist die Benut­zung der Toi­let­te ver­bo­ten.” Mir schoss die Röte ins Gesicht. Was ich mir dach­te, kann sich jeder jetzt selbst ausdenken.

Mei­ne zwei­te Nacht­fahrt führ­te von Bur­gos nach Lis­sa­bon. Ich war mit zwei Freun­den — Chris­toph und Ger­hard — auf dem fran­zö­si­schen Jakobs­weg von Bel­fort bis Biar­ritz gera­delt, setz­te allei­ne über die Pyre­nä­en und gelang­te schließ­lich nach Burgos.

Doch wo konn­te ich im Zug das Rad las­sen? Ein Fahr­rad­ab­teil gab es nicht. Doch Spa­ni­er haben eine Art, die ich sehr schät­ze: Sie regeln die Din­ge oft unbü­ro­kra­tisch. Der Schaff­ner pack­te mein Rad und schob es ein­fach in sein Abteil. So konn­te ich es mir im Schlaf­wa­gen gemüt­lich machen. Am nächs­ten Mor­gen hol­te ich es in Lis­sa­bon ab, früh­stück­te am Tejo.

Jetzt muss­te es nur noch irgend­wie zum Flug­ha­fen in Faro wei­ter­ge­hen. Der nächs­te Zug nach Set­ú­bal nahm mich noch mit. Doch dort ging nichts mehr. Der Schaff­ner des nächs­ten Zuges wei­ger­te sich, mein Rad mit­zu­neh­men. Ich soll­te zum Bus­bahn­hof radeln, sag­te er. Dort gebe es Fern­bus­se. Gesagt, getan. Doch auch dort gab es Schwie­rig­kei­ten. Nie­mand woll­te das Rad mit­neh­men. In Schwe­den wird es ein­fach am Hin­ter­teil fixiert und los geht es. Ein net­ter Bus­fah­rer einer ande­ren Linie sag­te mir, ich soll­te es ein­pa­cken. Dann wür­de sich schon jemand erbar­men. Ich besorg­te Folie, denn die Leu­te hat­ten Sor­ge, es könn­te das Gepäck beschmut­zen. Alles sau­ber ver­packt. Doch ver­ge­bens. Nie­mand erbarm­te sich. wur­de Abend. Mor­gen früh ging mein Flie­ger, mein Arbeit­ge­ber erwar­te­te mich in der Redaktion.

Ich ent­schloss mich, es als Anhal­ter an der Schnell­stra­ße zu ver­su­chen. Vie­le Por­tu­gie­sen hiel­ten auch. Doch man­che dach­ten, ich hät­te eine Pan­ne, woll­ten hel­fen, ande­re woll­ten nur auf Par­tys. Ver­dammt. Es war dun­kel, 22 Uhr. Stun­den­lang hat­te ich gehofft.

Ich radel­te um 23 Uhr in den Ort, such­te ein Taxi. Und tat­säch­lich fand ich jeman­den, der bereit war, mich nach Faro zu brin­gen. Der Preis dafür war unfass­bar güns­tig. Ich glau­be, ich zahl­te höchs­tens 150 Euro. Um fünf Uhr mor­gens setz­te mich der super­net­te Pri­vat­chauf­feur ab. Es war überstanden.

Was ein Autor der Zei­tung “Die Welt” hin­ge­gen auf der Nacht­fahrt von Lis­sa­bon nach San Sebas­tián erleb­te, kannst Du hier nachlesen.

Nacht­zug nach San Sebastián

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Verführerisch schön für Sportler und Kunstkenner

Die Gegend rund um den Rio Min­ho scheint ver­füh­re­risch schön zu sein. So schreibt es jeden­falls der Ver­fas­ser eines Arti­kels für das Maga­zin “Des­co­brir Por­tu­gal”. Er meint ganz beson­ders die an Gali­zi­en gren­zen­de Hoch­ebe­ne von Cas­tro Laborei­ro, die sich inner­halb des Natio­nal­parks Pene­da-Gerês befin­det. Sie liegt im Distrikt Via­na do Cas­te­lo und ist gut 25 Kilo­me­ter ent­fernt von der Klein­stadt Melgaço.

Beson­ders hoch­wer­tig: In Laborei­ro befin­de sich eine der wich­tigs­ten prä­his­to­ri­schen Stät­ten Por­tu­gals. Dort gebe es Fels­rit­zun­gen und ‑zeich­nun­gen sowie Ein­zel­grä­ber und 120 Dol­men, die bereits über 5000 Jah­re alt seien.
Als wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten zählt der Autor die Burg Cas­tro Laborei­ro auf, die heu­te ein Natio­nal­denk­mal sei, die baro­cke Kir­che Matriz de Cas­tro Laborei­ro sowie eini­ge mit­tel­al­ter­li­che Kir­chen, noch erhal­te­ne gemein­schaft­li­che Back­öfen sowie eine gan­ze Rei­he von mit Wassermühlen.

Die Burg, von der nur noch eine Rui­ne übrig ist, liegt immer­hin auf einer Höhe von gut 1025 Metern. In solch einer iso­lier­ten Lage hät­ten sich die Tra­di­tio­nen der Gegend gut erhal­ten, die unter ande­rem durch Schaf­hal­tung gekenn­zeich­net sei. Noch heu­te sei dort mit Ein­bruch des Win­ters der Alm­ab­trieb zu beob­ach­ten. In Mas­sen ström­ten die Tie­re ab Dezem­ber in die Täler, wo sie überwinterten.

Im Nucleo Museoló­gi­co de Cas­tro Laborei­ro sei es mög­lich, sich mit den Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen aus­ein­an­der­zu­set­zen, die zum Teil in bit­te­rer Armut gelebt hät­ten. Bei nicht weni­gen hät­te die­se zur Aus­wan­de­rung geführt, dar­auf hof­fend, woan­ders ein bes­se­res Leben füh­ren zu können.

Dem Rei­sen­den von heu­te bie­te sich neben kunst­his­to­ri­schen Schät­zen eine beein­dru­cken­de Natur, die auch durch den Rio Laborei­ro geformt wur­de, der sich hier durchs Gebir­ge win­det. Frei­zeit­sport­ler kämen hier ganz­jäh­rig auf ihre Kosten.

Beein­dru­cken­de Bil­der fin­dest du auf

Cas­tro Laboreiro

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Schweben über dem Wasser eines Fjordes

Es gibt doch noch schö­ne Orte in Nor­we­gen, deren Namen ich noch nie gehört habe. Zu denen gehört zum Bei­spiel Loen. Meli­na Pam­bou Sund­før von der schwe­di­schen Zei­tung “Afton­bla­det” beschreibt ihn als klei­nen Ort bei Lobuk­ta in Nordfjord. Dort fän­den Rei­sen­de kris­tall­kla­res Was­ser und eine aben­teu­er­li­che Natur vor.
Sie emp­fiehlt auch den schö­nen Ort Gud­van­gen. Die­ser lie­ge in der Kom­mu­ne Aur­land in Sogn og Fjor­da­ne. Dort gebe es eine phan­tas­ti­sche Land­schaft auf. Des­sen Per­le: ein tie­fer Fjord.
Vom “Atlan­ter­havs­vei­en” habe ich auch noch nichts gele­sen. Es han­de­le sich um einen schö­nen Weg für Tou­ris­ten auf Nord­mø­re in Møre og Rom­s­dal. Wer dort lang­fah­re, füh­le sich so, als schwe­be man über dem Was­ser. Bei Sunn­mø­re in Møre og Rom­s­dal gebe es einen 15 Kilo­me­ter lan­gen Fjord mit vie­len phan­tas­ti­schen Naturerlebnissen. 

Der gar größ­te Glet­scher Euro­pas auf dem Fest­land befin­de sich in Sogn og Fjor­da­ne. In einem der vie­len Muse­en wer­de man gut infor­miert, und es sei auch mög­lich, Tou­ren auf den Glet­scher zu buchen.

Ziem­lich bekannt hin­ge­gen dürf­te zumin­dest den Nor­we­gen­fans Trollsti­gen, ein “impo­nie­ren­der Weg” in der Kom­mu­ne Rauma. Der Weg schlin­ge sich mit elf Kur­ven gera­de­zu durchs Gebir­ge. “Att sit­ta i en bil län­ge kan vara trist, men abso­lut inte på en väg som den här”, ver­spricht Meli­na Pam­bou Sund­før.
Wer über die größ­ten nor­we­gi­schen Schät­ze spre­che, kom­me an Troll­t­un­ga bei Odda nicht vor­bei. Die­se sei eine der spek­ta­ku­lärs­ten Berg­for­ma­tio­nen des Landes.

Nicht feh­len dür­fe natür­lich auch
Stei­gen, eine Natur­heim­lich­keit in Nord­land. In einer schö­nen Hoch­ge­birgs­land­schaft erstreck­ten sich dort krei­de­wei­ße Strän­de im Welt­klas­se­for­mat und das Was­ser sei sma­ragd­grün.

Schö­ne Bil­der fin­dest du hier:

7 magi­sche Orte in Norwegen

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Urlaub der Extreme

Eine ganz ande­re Per­spek­ti­ve erhältst Du, wenn du im Urlaub ein Land nach geo­gra­phi­schen Punk­ten erkun­dest. Geo­gra­phen vorwärts!

Nach der Zei­tung „La Voz de Gali­cia“ gibt es in Spa­ni­en so eini­ge inter­es­san­te geo­gra­phi­sche Punk­te. Ich per­sön­lich habe mit dem Ort Tarifa jetzt end­lich eine Esels­brü­cke für die Gren­ze zwi­schen Atlan­tik und Mit­tel­meer gefun­den, denn ich konn­te mir das bis­her nie mer­ken. In Tarifa ist mir bei einer mei­ner Rad­wan­de­run­gen vor allem der wahn­sin­ni­ge Wind am Strand auf­ge­fal­len, wes­halb die Gegend beson­ders Sur­fern gefällt.

Hin­ge­gen gilt Esta­ca de Bares in der Pro­vinz A Coru­ña als Ort, wo der Atlan­tik vom kantabri­schen Meer getrennt wird. Dort liegt eben­falls der nörd­lichs­te Punkt der Ibe­ri­schen Halb­in­sel mit schö­ner Steil­küs­te, die zugleich Lebens­raum und Durch­zugs­ge­biet von Zug­vö­geln ist.

Hin­ge­gen war mir aber schon beim Urlaub auf der Kana­ren­in­sel El Hier­ro bewusst, dass ich mich an der Pun­ta de la Orchil­la am west­lichs­ten Punkt Spa­ni­ens befand. Vor 1492 habe man geglaubt, dass sich dort der west­lichs­te Punkt der Erde befand, schreibt „La Voz“.

Und an wel­chen Punk­ten ergibt sich die längs­te Stre­cke zwi­schen Wes­ten und Osten der Halb­in­sel? Den öst­li­chen Punkt bil­det der Cabo de Creus bei Gero­na, wo es einen spek­ta­ku­lä­ren Natur­park gibt. Im Wes­ten hin­ge­gen liegt der Cabo Fis­ter­ra das Gegen­über, der auch Ziel der Jakobspil­ger ist, die auch etwas von der beein­dru­cken­den Steil­küs­te sehen wol­len, von der ein Teil sogar als Todes­küs­te bezeich­net wird. Unter See­fah­rern gilt die­se Küs­te als gefähr­lich. Viel Spaß beim Durch­strei­fen und Erleben.

Wei­te­re Informationen:

Ein­zig­ar­ti­ge geo­gra­phi­sche Zie­le in Spanien

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Ist Hilfe zur Flucht eine Heldentat?

Flucht und Schmug­gel, immer wie­der beliebt bei Men­schen der schrei­ben­den Zunft, um Span­nung zu erzeu­gen, auch bei Tou­ris­ti­kern zur Ver­mark­tung ihrer Regi­on. Wal­ter Ben­ja­min muss oft dafür her­hal­ten, wenn es um die Flucht über die Pyre­nä­en geht.

Dies ist jetzt auch beim Deutsch­land­funk (DLF) der Fall, der in einem Bei­trag mit Paul Broué einen Flucht­hel­fer in Süd­frank­reich vor­stellt. Der Sohn eines Gast­wirts wird jetzt offen­bar als Held gefeiert.

Hel­den­ver­eh­rung emp­fin­de ich als pro­ble­ma­tisch. Dadurch redu­ziert sich Geschich­te oft auf die Leis­tung gro­ßer Män­ner; eben­so Zeit­zeu­gen wie Broué nach ihren Erleb­nis­sen zu befra­gen, da die­se oft dazu nei­gen, die Erfah­run­gen empa­thisch dar­zu­stel­len und somit nicht als Quel­le her­hal­ten dür­fen für die Bedeu­tung des Che­min de la Liber­té. Lei­der ist die Autorin auch in ihrem Bei­trag nicht distan­ziert genug, prüft nicht, ob des­sen Anga­ben stimmen.

Hin­ter­grün­di­ger als die­ser DLF-Bei­trag ist viel­mehr die Lek­tü­re des Romans “Die letz­ten Flö­ße” der Schwe­din Kers­tin Ekman. Auch wenn es “nur” ein Roman ist und der Stoff also wohl erfun­den: Ihr gelingt es, grund­sätz­li­che Pro­ble­me zu benen­nen, die durch Besat­zer im eige­nen Land ent­ste­hen kön­nen und die dar­aus resul­tie­ren­den Fol­gen für die Bevöl­ke­rung. Auch Flucht­ur­sa­chen stellt sie deut­lich her­aus wie am Bei­spiel eines nor­we­gi­schen Künst­lers, der an sich gar nicht vor Ver­fol­gung flie­hen muss­te, son­dern nur das Kli­ma in sei­nem Land und sei­ne eige­ne Exis­tenz nicht mehr ertrug. Daher wähl­te er den Weg nach Schweden.

Auch Nor­we­gen war wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs durch Deut­sche besetzt. Nicht nur dort, son­dern selbst im unbe­setz­ten Schwe­den litt man Ekman zufol­ge dar­un­ter wie zum Bei­spiel die Sami, deren Ren­tier­her­den jetzt nicht mehr unge­hin­dert die Gren­ze über­schrei­ten konn­ten. Denn die war offen­bar gesperrt. Dies muss, glaubt man Ekman, unge­heu­re exis­ten­ti­el­le Nöte unter den Sami her­vor­ge­ru­fen haben. Es gab dort auch wohl Hun­ger. Und es man­gel­te durch den Krieg all­ge­mein an Waren.

Selbst in grenz­na­hen schwe­di­schen Orten saßen wohl Sym­pa­thi­san­ten der Deut­schen, wes­halb man sehr vor­sich­tig sein muss­te, wenn man die Gren­ze heim­lich, von Nor­we­gen kom­mend, über­schritt. Und es gab offen­bar auch in den nor­we­gi­schen Ber­gen deut­sche Patrouil­len, die ver­hin­dern soll­ten, dass Men­schen die Flucht ins Nach­bar­land gelang.

Ist Hil­fe zur Flucht unei­gen­nüt­zig? Ist Hil­fe zur Flucht eine Hil­fe, die dem Flüch­ten­den hilft?

Che­min de Liber­té ‑Weg in die Freiheit?

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Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Wer ist die Schöns­te im gan­zen Land? In Spa­ni­en wer­den offen­bar lau­fend schö­ne Dör­fer und Städ­te erwählt. Jetzt zieht die Redak­ti­on des Maga­zins Vor­tex nach und nennt ihrer­seits die zehn schöns­ten Städ­te. Von denen ken­ne ich eine — die Klein­stadt Tavi­ra in Algarve.

Tavi­ra ist wirk­lich hübsch. Sie liegt nicht nur direkt am Meer, son­dern es fließt auch der Fluss Gilao durch die Stadt. Auf einer Brü­cke fla­nie­ren Besu­cher in den Ort, also gera­de abends, wenn das Licht weich wird, wird es roman­tisch für Paare.

Die Men­schen zie­hen durch die engen Gas­sen der Alt­stadt, schau­en sich die schö­nen Waren an, die die Kauf­leu­te anbie­ten, es ist nicht nur Nepp für Tou­ris­ten. Das bun­te Trei­ben kannst Du Dir auch von der Dach­ter­ras­se eines guten Fisch­re­stau­rants im Zen­trum der Stadt anschauen.

Die neun ande­ren schöns­ten Städ­te fin­dest Du hier. Satt­le schon mal dein Fahr­rad! Gera­de im Früh­jahr ist es in Por­tu­gal sehr reizvoll.

Spieg­lein, Spieglein

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