Diemel runter, Weser rauf

Immer die­sel­ben Stre­cken zu fah­ren, ist dem Rei­sen­den auf Dau­er zu lang­wei­lig. Er will sei­nen Lesern stets neue schö­ne Wege zei­gen. Dabei lei­tet ihn die Visi­on, eines Tages auf die schöns­ten Rad­stre­cken von Gibral­tar bis zum Nord­kap vom Rei­se­füh­rer bis zum Kalen­der ver­wei­sen zu kön­nen. Die bes­ten Tipps erhält er ohne­hin unter­wegs im Gespräch mit Ein­hei­mi­schen, die die eige­ne Regi­on ohne­hin am bes­ten kennen.

Dem Tipp des Ein­hei­mi­schen in der Gast­stät­te auf dem Kah­len Asten zu fol­gen, hat sich voll­auf gelohnt. Denn noch ein­mal woll­te der Rei­sen­de nicht die Stre­cke nach Pader­born fah­ren. Auch die­se lohnt sich, ist doch allei­ne die Ent­de­ckung der Ems­quel­le eine Rei­se wert oder die Tour durch den Teu­to­bur­ger Wald.

Heu­te gefie­len Ulf und dem Rei­sen­den ein gro­ßer Wald vor einer Anhö­he über Bad Karls­ha­fen. End­lich erfüll­te sich der Traum, mal von einer ande­ren Sei­te die Weser zu errei­chen, jetzt auch mal zu wis­sen, wie es hin­ter ihr wei­ter geht. Dann ging es her­un­ter in die Stadt, die sich seit dem letz­ten Besuch kaum ver­än­dert hat. Noch immer wird der Hafen bear­bei­tet, noch immer ist er eine gro­ße Bau­stel­le, die den Blick auf die schö­nen Häu­ser rings­um verstellt.

Dann gibt es zwei Kilo­me­ter eine Rei­fen­pan­ne, bei der fei­ern­de Jugend­li­che mit ihrer Musik Unter­hal­tung bie­ten. Da schnell beho­ben, bie­tet der Cam­ping­platz in Höx­ter eine will­kom­me­ne Unter­kunft. Die Stadt kennt der Rei­sen­de ziem­lich gut, war er doch mal nach einem Unfall hier Pati­ent in der Weser­berg­land­kli­nik. Das Weser­berg­land lässt sich von hier aus exzel­lent erkun­den. Er radel­te durch den tie­fen Sol­ling, genoss eine unglaub­lich lan­ge Abfahrt von sage und schrei­be 25 Kilo­me­tern nach Neu­haus, was er spä­ter nur in den Pyre­nä­en von Auritz nach Pam­plo­na noch ein­mal erle­ben durf­te. Er bestaun­te das Por­zel­lan in Fürs­ten­berg, bade­te mit sei­ner The­ra­peu­tin Anet­te in einem klei­nen See. An ihre “Huhu-Rufe” und ihr Lachen erin­nert er sich heu­te noch. Lei­der ist aus der Pad­del­tour mit der ande­ren The­ra­peu­tin Maria nichts gewor­den. Er ver­fass­te hier sei­ne Semi­nar­ar­beit über Tho­mas von Aquin, wofür ihm der Pro­fes­sor ein “Sehr gut” ver­lieh. So viel Zeit und Ruhe dafür hat er wäh­rend sei­nes Stu­di­ums sel­ten gehabt wie hier.

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