Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

End­lich: mein ers­ter gali­zi­scher Dol­men. Pedra da Arca liegt sehr freund­lich direkt an der Stre­cke in einem schö­nen Wald. End­lich mal muss ich nicht fünf Kilo­me­ter in eine Art Ein­bahn­stra­ße fah­ren, um eine Sehens­wür­dig­keit zu besich­ti­gen. Damit bin ich zum zwei­ten Mal heu­te sehr glück­lich. Im nahen Ort Mal­pi­ca hal­fen mir sage und schrei­be sechs Leu­te dabei, einen win­zi­gen Dorn zu fin­den, der mir seit zwei Tagen einen Schleich­plat­ten beschert. Ein Paar park­te vor dem Café, stell­te die Warn­blink­an­la­ge an. Dort früh­stück­te ich und such­te zugleich den Dorn. Er leg­te mir Flick­zeug hin, hol­te einen Eimer mit Was­ser und such­te nach wei­te­ren Löchern. Sie sah sich kon­zen­triert den Man­tel an und fand auch etwas, was hof­fent­lich der Dorn war. Ein Mädel vom Neben­tisch reich­te unauf­ge­for­dert eine Pin­zet­te. Die ande­ren gaben gute Rat­schlä­ge. Ein Gast über­nahm einen Kaf­fee und der berühm­te Dich­ter Andrés Mou­ren­te Cas­tro stell­te sich mir vor. Er habe bereits vier Thea­ter­stü­cke geschrie­ben. Das ist jetzt Gali­zi­en für mich. Wahr­schein­lich liegt es dar­an, dass ich letz­te Nacht mein Zelt zwi­schen einer Kapel­le und dem Fried­hof von Mens auf­ge­baut hat­te. Die Toten seg­ne­ten mei­ne Pil­ger­rei­se. Und einen Tag spä­ter hält der Schlauch noch immer. Die sich gera­de wie­der an der Küs­te fortsetzt.

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