Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Valen­ça – auch hier bestä­tigt sich die Regel: Beim zwei­ten Besuch sieht vie­les anders aus. Es lohnt sich immer, nach einem Tag Abstand wie­der­zu­kom­men, vor­he­ri­ge Ein­drü­cke über Gesprä­che mit Men­schen oder über Fotos zu vertiefen.

So zieht die Fes­tungs­s­stadt am Rio Min­ho spa­ni­sche Tou­ris­ten magne­tisch an, Ange­bo­te zwi­schen 5 und 30 Euro abzu­klap­pern. Deut­sche ver­ir­ren sich sel­ten her. Es sind vor allem Pil­ger vom Jakobs­weg, die es von Por­to her­auf­ge­schafft haben. Die ers­te Hälf­te auf dem Wan­der­we­ge liegt hin­ter ihnen. Ein Hit für Kin­der sind klei­ne Maschi­nen­pis­to­len; der Kon­sum­krieg zwi­schen den teils schön geka­chel­ten Häu­sern möge beginnen.

Ande­ren ergeht es so wie mir am ers­ten Tag: die gewal­ti­gen Fes­tungs­mau­ern erkun­den, die dem Schutz vor den Kas­ti­li­ern dien­ten, Spei­se­kar­ten stu­die­ren, mit den manch­mal skru­pel­lo­sen Auto­fah­rern in den engen Gas­sen kämp­fen, Kir­chen und Kapel­len auf­su­chen, um danach wie­der zur Ruhe zu kommen.

Beim zwei­ten Besuch nimmt man ver­steck­te Din­ge wahr wie die Skulp­tu­ren Robert Scha­des, dem ich bereits in Cer­vei­ra begeg­ne­te – er ist der Picas­so Portugals.

Dann höre ich auch schon ein­zel­ne Gesprä­che in den Gas­sen her­aus wie das zwi­schen einer Mode­la­den­be­sit­ze­rin und ihrer Arbeits­kraft. Er fühlt sich offen­bar aus­ge­beu­tet. Aggres­si­on liegt in der Luft. Aber ich weiß schon, dass sich das Gesche­hen auf den Stra­ßen ab 19 Uhr erheb­lich beru­higt. Eine schö­ne Aussicht!

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