Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Drei Tage hal­te ich mich schon am Fluß des Ver­ges­sens auf. Ob ich wirk­lich alles ver­ges­se, stel­le ich wahr­schein­lich erst hin­ter der Orts­gren­ze fest. Die Pil­ge­rin Alex­an­dra hat mich jeden­falls nicht ver­ges­sen, denn sie schreibt mir immer noch, obwohl sie die Klein­stadt schon seit drei Tagen ver­las­sen hat. So schlimm ist es also nicht.

Ich hal­te die Erzäh­lung auch für eine List der Fein­de der Römer, um die Legio­nen am Vor­marsch über den Fluss Lima zu hin­dern. Am Ufer ste­hen ein paar bewaff­ne­te jun­ge Ker­le um die zwan­zig mit unsi­che­ren Gesich­tern. Die Lan­ze eines Legio­närs ist sogar ver­bo­gen, als sei­en gera­de auch Aste­rix und Obelix vor­bei­ge­kom­men und hät­ten sich mit ihnen geprü­gelt. Auf der ande­ren Sei­te war­tet ihr Anfüh­rer zu Pfer­de. Die Legio­nä­re wol­len erst durch den Fluß waten, sobald jeder ein­zel­ne von ihnen sei­nen Namen gehört hat. Eine hüb­sche Geschich­te zu einer ange­neh­men Klein­stadt, in der so eini­ge Pil­ger zwei Tage ihre Wun­den pflegen.

Das Leben ist gemüt­lich. Das Bier ist bil­lig, die Men­schen hilfs­be­reit. Ich sel­ber habe mir in einem Han­del für 29 Cent fünf Schrau­ben besorgt, um wei­te­ren Ver­lus­ten auf der hol­pe­ri­gen Stre­cke die Stirn bie­ten zu kön­nen. Mei­ne Schuh­soh­le hat ein Schus­ter ges­tern geklebt für einen Euro. Hier gibt es ein schö­nes Muse­um mit sakra­ler Kunst und leb­haf­te Konzerte.

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