Im Gewölbe eines Händlers aus der Zeit Ludwigs XIV.

Anne führt in ein schönes Textilgeschäfts, wo sie uns ein aus Blaustein erbautes Gewölbe zeigt. „Alle Gebäude in der Altstadt verfügen über solche Keller“, erklärt Anne. Sie seien aus Blaustein erbaut, einem harten Kalkstein, der nicht altere, so dass man auch auf ihm im Gegensatz zu Sandstein laufen könne. Er werde in einer Entfernung von 30 Kilometern in Belgien abgebaut. Das Gewölbe stamme aus dem 17. Jahrhundert, ungefähr zu der Zeit, als Lille von Ludwig XIV. belagert wurde. Der König wollte die durch Tuchhandel reich gewordene Stadt ins Reich eingliedern.

Lille-Geschäftszentrumt

An solch einer Architektur wird deutlich, warum Lille Kulturhauptstadt ist. Denn die alten Häuser fallen nicht der Abrissbirne zum Opfer, wie es auch demnächst in Aarhus zu sehen ist. Das Hafenviertel der Kulturhauptstadt 2017 erwacht zu Leben, indem dort alte Fabrikgebäude renoviert und für junge Unternehmen geöffnet werden. Aber auch eine Strandbar, ein Volleyballfeld und Schwimmmöglichkeiten für die Bürger gibt es seit kurzem. So bleibt der Charakter der Stadt erhalten. Der Tourist wandelt durch die Vergangenheit, sieht aber schon die Zukunft.

Weitere Infos:

http://travel.michelin.com/web/destination/France-Northern_France_and_the_Paris_Region-Lille/news-France_a_stroll_through_Old_Lille

Fortsetzung folgt

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